Donnerstag, 24. Juli 2014

Reiche Ernte.

Oder: Kennt ihr die?

Heute konnte ich sie zum ersten Mal in diesem Jahr beernten: meine Japanische Weinbeere (Rubus phoenicolasius). Schon im vergangenen Jahr war die Ernte äußerst zufriedenstellend, aber dieses Jahr übertrifft das letzte noch deutlich. Schon bei der Ersternte konnte ich heute ein knappes Kilo Beeren von der Pflanze nehmen – gut, hätte ich nicht so oft testen müssen, ob die Beeren auch gut sind, wäre es wohl ein gutes Kilo gewesen, das in der Schüssel landete ;O)

Die Japanische Weinbeere ist hierzulande ja gar nicht so bekannt – für mich eher unverständlich, denn sie wächst an einem halbschattigen bis sonnigen Platz mit durchlässigem Boden ausgezeichnet und produziert ohne großen Pflegebedarf wunderbar süß-säuerliche, himbeerähnliche Sammelfrüchte.

Vorteil: Im Gegensatz zu Himbeeren sind die Samen der Weinbeeren sehr viel kleiner. Nachteil: Japanische Weinbeeren haben vor allem an den Haupttrieben fiese Stacheln (oder Dornen? Ich hab's nicht getestet ...), so dass man bei der Ernte ein wenig vorsichtig sein sollte. Allerdings sind die Triebe, an deren Ende die Fruchtstände sitzen, unbewehrt.

Die Früchte wachsen endständig an den Seitentrieben, die sich im Frühjahr an den Haupttrieben vom letzten Jahr bildeten, d.h., sobald im Spätherbst Zeit zum Schnitt ist, können die Triebe, die dieses Jahr Früchte trugen, bodennah abgeschnitten werden, die neuen Triebe am Rankgerüst (bei mir das Geländer um die Terrasse) befestigt werden – wie bei Brombeeren. Und das war's dann auch schon mit den Pflegemaßnahmen ... ist doch echt einfach, oder?

Interessant finde ich die Blüten. Sie haben nach innen geklappte Blütenblätter, so dass Fruchknoten und Antheren eingeschlossen sind. Für wenige Stunden öffnet sich die behaarte Kronblatt-Hülle, damit die Insekten ihre Arbeit tun können, danach schließen sich die Kronblätter wieder zu einer Art Kapsel, in der dann die Frucht heranwächst. Erst kurz, bevor die Früchte rot werden, öffnet sich diese Kapsel wieder und die Sammelfrüchte bekommen innerhalb ein bis zwei Tagen ihre dunkelrote Färbung. Dann können sie geerntet werden – sofern die Amseln nicht schneller waren ;O)

Und jetzt werde ich mal überlegen, was ich aus der Schüssel voll Beeren machen werde. Einen Teil werde ich wohl frisch mit Joghurt oder Quark essen, der Rest wandert entweder in einen Kuchen oder in Marmelade, mal sehen.








Kommentare:

Doris Stumpf hat gesagt…

Wir haben sie auch! ICH liebe sie!!!!!! :-) Liebe Grüße Doris

Roswitha K. hat gesagt…

Sieht lecker aus. Die muss ich auch mal wieder anbauen.

LG Roswitha

Ricolina Andrea hat gesagt…

Dein Blog wird zu einer Fundgrube für Gartenanbauer - oder so ;o)
Finde ich klasse!

Lieben Gruß
Andrea

Brigitte Krethe-Krug hat gesagt…

die sehen aber lecker aus
lG Brigitte

goodgirl hat gesagt…

Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich diese Beeren noch nie gegessen hab. Laut deiner Beschreibung würden sie aber toll bei meinen Eltern in den Garten passen! Danke für den Tipp :).