Dienstag, 10. Januar 2017

Alles Gute 2017!

Oder: Besser spät als nie!

Das neue Jahr ist zwar schon wieder 10 Tage alt, aber ich möchte es trotzdem nicht versäumen, meinen Blogbesuchern in Nah und Fern ein gesundes, gutes Jahr 2017 zu wünschen!

Die Verspätung kommt aber natürlich nicht von ungefähr … die Barons haben nämlich die Weihnachtstage und den Jahreswechsel im Ausland verbracht. Genauer gesagt: auf Teneriffa. Dabei war ursprünglich letztes Jahr gar kein größerer Weihnachtsurlaub geplant, weil wir schon bald erneut in die Ferne schweifen, aber wir hatten da noch einen innereuropäischen Freiflug für zwei Personen, der Ende 2016 verfallen wäre – da mussten wir ja quasi verreisen. Wir konnten da gar nichts dafür, ehrlich.

Noch weniger konnten wir allerdings dafür, dass unsere Koffer nicht mit unserem Flugzeug mitgenommen wurden (böse Zungen behaupten, dass auf dem Ticket nichts von Gepäck stand, nur Personentransport inklusive). So standen wir also am ersten Weihnachtsfeiertag am Flughafen auf Teneriffa ohne jegliches Gepäck, was ja an sich nicht so fürchterlich schlimm gewesen wäre, wenn nicht just an diesem Feiertag eben auch auf Teneriffa so gut wie alle Geschäfte und Supermärkte geschlossen hätten. Nur dank unseres sehr engagierten Vermieters konnten wir gemeinsam dann doch noch am Nachmittag einen winzigen Touristenshop ausfindig machen, in dem wir wenigstens Zahnbürsten und Duschgel kaufen konnten …

Am zweiten Tag wurden uns die Koffer dann glücklicherweise am späten Abend geliefert, so dass wir nicht noch mal los mussten, um weitere Ersatzwäsche zu kaufen – das hatten wir nämlich am 2. Feiertag (auf Teneriffa kein Feiertag) dann nämlich als allererstes unternommen. Ach ja, das war auch der Tag, an dem wir zwar glückliche Besitzer von Duschgel waren, aber kein warmes Wasser hatten … der Boiler hatte dank eines Stromausfalles und eines sehr fähigen Elektrikers über Weihnachten den Geist aufgegeben. Nur gut, dass unser Vermieter Heizungstechniker war und das Problem mit einem nagelneuen Boiler noch am selben Tag beheben konnte.

Aber sonst war alles gut ;O)

Wir konnten täglich draußen auf der Terrasse unseres großen Ferienhauses frühstücken, die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages meist so auf 22 Grad an und am Abend kühlte es selten mehr als auf 16 Grad ab. So ließ sich das aushalten. Leider hatten wir mit der Windlage ein wenig Pech – der Wind wehte fast die gesamten 14 Tage völlig unüblich aus Südosten, von wo er ganz feinen Saharastaub mitbrachte. Das trübte nicht nur den Blick – erst nach ein paar Tagen entdeckten wir, dass wir eigentlich freie Sicht auf Gomera gehabt hätten –, sondern staubte auch alles gnadenlos ein: Tisch wischen, frühstücken, Tisch erneut von einer hauchdünnen Staubschicht befreien … nun ja, man kann nicht alles haben.

Dieser trübe Blick ließ die Insel natürlich dann auch noch weniger schön erscheinen, als sie sicherlich tatsächlich ist. Dass sich meine Begeisterung über Teneriffa an sich schwer in Grenzen hielt, ist zudem ganz sicher der Tatsache geschuldet, dass ich in den vergangenen Jahren einfach schon eine Menge wirklich traumhafter, grüner, blühender Tropeninseln besuchen konnte, es seien da nur Tobago, Langkawi, Mauritius, die Seychellen oder ganz besonders Bali erwähnt – da kann für mich Teneriffa halt nicht mithalten (die Pflanzenfotos entstanden im botanischen Garten).

Eines war das Leben im Ferienhaus mit Mietwagen dort aber: total unkompliziert. Und das wiederum kann man nicht von jeder der zuvor genannten Trauminseln uneingeschränkt behaupten.












Freitag, 30. Dezember 2016

XXVII.16 • Löcher-Schlabber-Pulli

Oder: Gut durchlüftet!

Eigentlich hatte ich einen ganz anderen Pulli im Sinn, den ich auch noch aus dem moses-blauen Meisenlace stricken werde, das bereits zuhause wartet, als mir dieses dunkelgrüne Wollmeisen-Lace in der Farbe Krokodil im Laden einfach so in der "Wühlkiste" in die Finger fiel. Und kaum war es daheim angekommen, rief es ganz laut, dass es unbedingt gewickelt und verstrickt werden möchte. Und was tut die brave Meisenliebhaberin dann? Klar, nachgeben.

Das Lochmuster wurde also kurzerhand vom Kopf aufs Papier, respektive in den Computer transferiert – nichts Spektakuläres, aber ich wollte, dass die Löcher nach oben weniger werden – und ein schlichter Kastenpulli angeschlagen. Und das Stricken ging dann auch noch erheblich schneller als gedacht, so dass ich sogar noch in diesem Jahr meinen neuen Schlabber-Wohlfühlpulli in krokodilgrün ausführen kann. Prima!







Mittwoch, 28. Dezember 2016

XXVI.16 • Besten Dank, Gitti!

Oder: Tuch fertig, Affe heil!

Jetzt ist sie übergeschnappt, werdet ihr wohl denken. Naja, zugegeben, bei dieser Überschrift liegt der Gedanke auch nahe. Aber eigentlich fühle ich mich noch ganz normal.

Vor ein paar Wochen stellte ich mit Entsetzen fest, dass mein Affe Fips, der mich durch die Kindheit begleitete, ganz stark unter Sonneneinstrahlung gelitten hatte und von Käferbefall bedroht wurde. Zu Hülf! Zunächst steckte ich ihn nach eingehender Begutachtung schweren Herzens in Begleitung seines Kumpels Fridolin, dem Hasen, in den Mülleimer im Bastelzimmer. Aber jedes Mal, wenn ich daran vorbei ging, war ich versucht, die beiden Gesellen doch wieder herauszunehmen, ich konnte die beiden doch nicht einfach wegwerfen?! Bis ich irgendwann eine Idee hatte: Gitti!

Gitti ist eine passionierte Bärenmacherin und repariert manchmal auch ganz hoffnungslos scheinende Fälle, das habe ich selbst schon auf ihrem Blog gelesen. Und was ein Doktor am Bären kann, müsste doch bei Hase und Affe genauso gehen, oder? Also fasste ich mir ein Herz und schickte ihr eine Mail mit Fotos von den beiden Patienten. Und tatsächlich: Sie bot mir an, die beiden nach einem mehrtägigen Aufenthalt in der Gefriertruhe in ihre Klinik aufzunehmen – die lebendigen Bewohner wollte sie allerdings nicht eingeschleppt bekommen, komisch, verstehe ich gar nicht … ;O)

Vor ein paar Tagen kehrte dann Fips wieder zu mir zurück – ohne Wunden und Macken, mit nagelneuem Innenleben und einer endlich wieder ansehnlichen Frisur. Dem Hasen Fridolin war leider nicht mehr zu helfen, schade, aber halt nicht zu ändern. So darf Fips, der Affe nun eben allein seinen Lebensabend auf der Ofenbank ganz ohne Sonneneinstrahlung und Käferbedrohung verbringen.

Im Gegenzug, so die Vereinbarung im voraus, sollte Gitti ein Schultertuch bekommen. Und da sie ihre Haare (vermutlich schon seit ein paar Jährchen) in modischem grau färbt ;O), habe ich mich für ein farbneutrales, graues Flauschgarn entschieden, aus dem nun eine Mustermix-Stola von ca. 1,70 m Länge und ca. 50 cm Breite entstanden ist. Ich hoffe, sie hat mit dem kuschelig warmen Tuch ebenso viel Freude wie ich mit meinem neuen alten Affen Fips.






Samstag, 24. Dezember 2016

XXV.16 • Fuchspfoten-Kissen

Oder: Passend zum Sofa.

Endlich darf ich es zeigen, worauf ich schon so lange ein bisschen stolz bin: Das Sofakissen im Fox-Paw-Muster, das ab sofort das Sofa meiner Eltern zieren soll.

Ursprünglich hätte das ja bereits ein Geburtstagsgeschenk werden sollen, dann machte mir aber diese extrem schmerzhafte und noch hartnäckigere Sehnenscheidenentzündung in der rechten Hand im Frühjahr einen Strich durch die nahezu fertige Rechnung. An Stricken mit 2,5-er Nadeln war da aber einfach überhaupt nicht zu denken. Also musste umdisponiert werden.

Vor ein paar Wochen habe ich nun das Zwangs-UFO aus dem Korb befreit und ratzfatz fertig genadelt – viel fehlte ja nicht mehr. Und weil ich einen schönen, passenden Verschluss haben wollte, und meine Druckknöpfe zum Annähen ohnehin um die Burg nicht auffindbar waren (inzwischen sind sie allerdings dann doch wieder aufgetaucht – das Haus verliert nichts!), habe ich mir so ein neumodisches Kam-Snap-Zängchen samt bunten Druckknöpfen – neudeutsch eben auch Snaps genannt – für relativ kleines Geld im großen Auktionshaus gegönnt. Hach, was für ein hübsches neues Spielzeug, und was man damit alles machen kann – das eröffnet ganz neue Möglichkeiten … ;O)

Gestrickt habe ich das doch einigermaßen aufwändige Kissen mit 2,5 mm starken Nadeln aus Sockenwolle in den hoffentlich zum Sofa passenden Farben. Es mussten immerhin extra heimlich Fotos per Whatsapp mit meiner Schwester ausgetauscht und die Wolleauswahl mehrfach angeglichen werden. Wenn das nicht erfolgreich war, fresse ich einen Besen!










Montag, 19. Dezember 2016

XXIV.16 • Weihnachtsproduktion

Oder: Abgeschlossen.

So, rechtzeitig zum Versand sind nun auch die letzten beiden handgestrickten Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr fertig geworden. Die beiden Sockenpaare treten heute ihre Reise an den Bodensee an, wo sie hoffentlich dann die Füße von Tante und Onkel zieren und wärmen dürfen.

… das gestreifte Paar in Gr. 38/39 wurde übrigens in – für mich – Rekordzeit fertig: Am Samstag Nachmittag angeschlagen, am Sonntag Abend Fäden vernäht. Wenn das mal nicht eine Turboproduktion war …





Dienstag, 13. Dezember 2016

Oh nein!!!

Oder: Dumm gelaufen, eingelaufen … 

… das reimt sich zwar, ist aber deshalb trotzdem alles andere als gut *heul. Denn merke:

Wenn du nicht möchtest, dass aus einem kuschligwarmen, ganz zarten wollenen Lace-Boxy aus einem Garn mit einer Lauflänge von 800 m/100 g …



…  ein waschlappengroßes, knubbeliges, hartgefilztes, unförmiges Etwas wird, darfst du deinen Wollpulli eben nicht in die Maschinenwäsche geben. Q.E.D.


Freitag, 9. Dezember 2016

Heute: Sternstundentag beim BR

Und: Ich darf bei der Fernseh-Gala dabeisein!

Einmal im Jahr ist beim Bayerischen Rundfunk der Sternstundentag – ein Tag, an dem sich im gesamten Rundfunk alles um die Aktion zugunsten benachteiligter Kinder geht. Der Tag, an dem verstärkt – telefonisch wie online – Spenden für die Aktion gesammelt werden. Und damit auch der Tag, an dem ich schon traditionell unsere in diesem Jahr erarbeiteten Spendengelder aus den Strickerei-Verkäufen überweise – die Überweisung von 1900 € ging gerade raus.

Aber heute ist auch der Tag, an dem ich mit meinem Mann nach Nürnberg reise. Warum ich das hier schreibe? Weil ich zum Dank für inzwischen 5-jährige Mithilfe von den Sternstunden in die Frankenhalle zur großen Sternstunden-Gala eingeladen bin. Die Gala wird heute Abend ab 19:30 Uhr im Bayerischen Fernsehen live übertragen und, wenn ihr ganz genau hinguckt, seht ihr mich vielleicht im Publikum sitzen ;O)




Samstag, 3. Dezember 2016

XXIII.16 • Mädchenkleid bzw. -tunika abzugeben

Oder: "Tante, strickst du mir ein Kleid?"

So lautete der Wunsch des Nichtenkindes, als es mich im Frühsommer besuchen kam. Nun, das Kind äußert ganz selten einen Wunsch und noch dazu steht es total auf gestrickte Sachen, was also lag näher, als den Wunsch früher oder später zu erfüllen und ein Kleid zu nadeln.

Lange Zeit spukte mir zwar ein Idee im Kopf herum, aber ich hatte nie das richtige Garn zur Hand. Dann kam im Sommer ein Paket mit Spendenwolle für die Sternstunden – hach, und da war ein Garn drin, das ich in meinem eigenen Vorrat auch schon lange liegen, aber gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt hatte. Und während die Sternstundenspende noch in der Kiste aufs Verstricken wartet, sind meine eigenen Knäuel inzwischen verarbeitet worden.

Gestrickt habe ich also ein Mädchenkleid, etwas größer als Größe 140 aus Hot Socks Rainbow zusammen mit einem dünnen Beilauffaden mit NS 4 mm. Ich hoffe sehr, dass es dem langen, schlanken Nichtenkind passt und gefällt.






Tja, da aber nicht immer alles so im ersten Anlauf klappt, wie ich mir das vorstelle, ist zunächst eine kleine Tunika entstanden, die meiner Nichte leider deutlich zu klein sein dürfte.
Daher würde ich das folgende Testkleidchen gerne in gute Hände abgeben.
Sollte also jemand ein Mädchenkleid, z. B. als Weihnachtsgeschenk haben wollen, würde ich mich über ein – ernst gemeintes – Angebot sehr freuen (den Erlös würde ich dann in die Sternstundenkasse geben).

Die Maße des abzugebenden Tunika-Kleidchens sind:

• Länge ca. 55 cm
• Weite direkt unterm Arm gemessen ca. 30 cm
• Ausschnitt-Breite ca. 16 cm 
• Höhe Armausschnitt ca. 16 cm

Das wäre das Tunika-Kleidchen, das ich abgeben möchte:
  





Montag, 28. November 2016

Sternstunden 2016

Oder: Es ist vollbracht.

Gestern war ein sehr langer, sehr anstrengender Tag – wir waren nämlich mit all unseren Kisten und Körben und Tüten und Schachteln beim Christkindlmarkt in Neufahrn bei Eching, wo wir dieses Jahr eine richtige, geschlossene Holzhütte zugeteilt bekommen hatten. Darüber hatten wir uns sehr gefreut, da man in solch einer Hütte natürlich doch etwas geschützter steht als in einer Planenbude. Noch dazu hatten wir dieses Jahr auch etwas mehr Glück mit dem Wetter als im vergangenen Jahr, als es uns ja förmlich wegwehte.

Los ging es also mit dem Aufbau gestern früh um 8 Uhr und, obwohl wir ja schon einige Übung haben und vieles zuhause gut vorbereitet worden war, dauerte das gesamte Prozedere dann doch gute 2 Stunden. Allein die Installation von Lampen und Dekoration nahmen eine gute Stunde in Anspruch. Dann aber konnte es losgehen.

Ab 11 Uhr kamen auch die Gäste – zuerst etwas tröpfchenweise, dann aber in Gruppen und zahlreich. Wir konnten uns also über mangelndes Interesse nicht beklagen, und es wurde auch recht zufriedenstellend gekauft.

Allerdings merkt man schon den Unterschied zwischen Kunsthandwerkermärkten und Weihnachtsmärkten. Während zu den Künstlermärkten ein Publikum kommt, das durchaus auch bereit ist, größere und somit teurere Stücke zu erwerben, gehen bei einem Christkindlmarkt doch eher die niedrigerpreisigen Waren wie Püppchen, Socken, Stulpen etc. Aber wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist!

Wieviel Mist das gemacht hat, konnten wir dann am späten Abend errechnen, nachdem wir zunächst unsere Hütte wieder leergeräumt, die Installationen zurückgebaut, den Heimweg hinter uns gebracht und zum Aufwärmen eine heiße Dusche genommen hatten …

Da ja der Künstlermarkt vor 14 Tagen in Freising vom Veranstalter leider abgesagt werden musste (davon hatte ich ja neulich schon kurz berichtet), hatten wir also in diesem Herbst nur 2 Verkaufstermine – alle Anstrengungen, noch weitere Plätze bei anderen Märkten in der Umgebung zu ergattern, waren leider vergebens. Trotzdem haben wir eine vorzeigbare Summe eingenommen. In der Kasse liegen in diesem Jahr

1323 Euro, 

die am 9. Dezember, am diesjährigen Sternstundentag überwiesen werden.

Und die Planungen fürs nächste Jahr sind ebenfalls bereits im Gange … ich habe wieder neue Ideen, aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr.

Jetzt sage ich erst noch mal ganz herzlichen Dank an alle Wollespenderinnen, Strickerinnen, Helferinnen beim Verkauf und nicht zuletzt auch an die Veranstalter, die uns wieder sehr entgegenkamen und unterstützten!

Dankeschön!