Samstag, 3. Dezember 2016

XXIII.16 • Mädchenkleid bzw. -tunika abzugeben

Oder: "Tante, strickst du mir ein Kleid?"

So lautete der Wunsch des Nichtenkindes, als es mich im Frühsommer besuchen kam. Nun, das Kind äußert ganz selten einen Wunsch und noch dazu steht es total auf gestrickte Sachen, was also lag näher, als den Wunsch früher oder später zu erfüllen und ein Kleid zu nadeln.

Lange Zeit spukte mir zwar ein Idee im Kopf herum, aber ich hatte nie das richtige Garn zur Hand. Dann kam im Sommer ein Paket mit Spendenwolle für die Sternstunden – hach, und da war ein Garn drin, das ich in meinem eigenen Vorrat auch schon lange liegen, aber gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt hatte. Und während die Sternstundenspende noch in der Kiste aufs Verstricken wartet, sind meine eigenen Knäuel inzwischen verarbeitet worden.

Gestrickt habe ich also ein Mädchenkleid, etwas größer als Größe 140 aus Hot Socks Rainbow zusammen mit einem dünnen Beilauffaden mit NS 4 mm. Ich hoffe sehr, dass es dem langen, schlanken Nichtenkind passt und gefällt.






Tja, da aber nicht immer alles so im ersten Anlauf klappt, wie ich mir das vorstelle, ist zunächst eine kleine Tunika entstanden, die meiner Nichte leider deutlich zu klein sein dürfte.
Daher würde ich das folgende Testkleidchen gerne in gute Hände abgeben.
Sollte also jemand ein Mädchenkleid, z. B. als Weihnachtsgeschenk haben wollen, würde ich mich über ein – ernst gemeintes – Angebot sehr freuen (den Erlös würde ich dann in die Sternstundenkasse geben).

Die Maße des abzugebenden Tunika-Kleidchens sind:

• Länge ca. 55 cm
• Weite direkt unterm Arm gemessen ca. 30 cm
• Ausschnitt-Breite ca. 16 cm 
• Höhe Armausschnitt ca. 16 cm

Das wäre das Tunika-Kleidchen, das ich abgeben möchte:
  





Montag, 28. November 2016

Sternstunden 2016

Oder: Es ist vollbracht.

Gestern war ein sehr langer, sehr anstrengender Tag – wir waren nämlich mit all unseren Kisten und Körben und Tüten und Schachteln beim Christkindlmarkt in Neufahrn bei Eching, wo wir dieses Jahr eine richtige, geschlossene Holzhütte zugeteilt bekommen hatten. Darüber hatten wir uns sehr gefreut, da man in solch einer Hütte natürlich doch etwas geschützter steht als in einer Planenbude. Noch dazu hatten wir dieses Jahr auch etwas mehr Glück mit dem Wetter als im vergangenen Jahr, als es uns ja förmlich wegwehte.

Los ging es also mit dem Aufbau gestern früh um 8 Uhr und, obwohl wir ja schon einige Übung haben und vieles zuhause gut vorbereitet worden war, dauerte das gesamte Prozedere dann doch gute 2 Stunden. Allein die Installation von Lampen und Dekoration nahmen eine gute Stunde in Anspruch. Dann aber konnte es losgehen.

Ab 11 Uhr kamen auch die Gäste – zuerst etwas tröpfchenweise, dann aber in Gruppen und zahlreich. Wir konnten uns also über mangelndes Interesse nicht beklagen, und es wurde auch recht zufriedenstellend gekauft.

Allerdings merkt man schon den Unterschied zwischen Kunsthandwerkermärkten und Weihnachtsmärkten. Während zu den Künstlermärkten ein Publikum kommt, das durchaus auch bereit ist, größere und somit teurere Stücke zu erwerben, gehen bei einem Christkindlmarkt doch eher die niedrigerpreisigen Waren wie Püppchen, Socken, Stulpen etc. Aber wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist!

Wieviel Mist das gemacht hat, konnten wir dann am späten Abend errechnen, nachdem wir zunächst unsere Hütte wieder leergeräumt, die Installationen zurückgebaut, den Heimweg hinter uns gebracht und zum Aufwärmen eine heiße Dusche genommen hatten …

Da ja der Künstlermarkt vor 14 Tagen in Freising vom Veranstalter leider abgesagt werden musste (davon hatte ich ja neulich schon kurz berichtet), hatten wir also in diesem Herbst nur 2 Verkaufstermine – alle Anstrengungen, noch weitere Plätze bei anderen Märkten in der Umgebung zu ergattern, waren leider vergebens. Trotzdem haben wir eine vorzeigbare Summe eingenommen. In der Kasse liegen in diesem Jahr

1323 Euro, 

die am 9. Dezember, am diesjährigen Sternstundentag überwiesen werden.

Und die Planungen fürs nächste Jahr sind ebenfalls bereits im Gange … ich habe wieder neue Ideen, aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr.

Jetzt sage ich erst noch mal ganz herzlichen Dank an alle Wollespenderinnen, Strickerinnen, Helferinnen beim Verkauf und nicht zuletzt auch an die Veranstalter, die uns wieder sehr entgegenkamen und unterstützten!

Dankeschön!







Freitag, 18. November 2016

XXII.16 • Windlichter

Oder: Ein bisschen Licht für die dunkle Jahreszeit

Manchmal werden mir Materialien oder Dinge angeboten, die bei anderen nur noch herumliegen und zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Und weil ich zwar manchmal noch nicht weiß, WAS, aber durchaus DASS etwas aus solchen Dingen werden könnte, nehme ich ab und an solche Geschenke gerne an, die dann erst mal im Keller oder am Speicher ihren Platz finden. Und plötzlich, nach einigen Monaten (manchmal auch Jahren) finden genau diese Dinge ihre neue Verwendung.

Und so war es auch bei den Einweckgläsern. Schon vor längerem habe ich eine Schachtel voll ausrangierter Einweckgläser geschenkt bekommen – alle noch tip-top in Ordnung, aber eben nicht mehr in Verwendung. Neulich kam mir dann eine Idee und gleichzeitig fielen mir diese Gläser wieder ein … die beiden – also Idee und Gläser – passten zusammen wie Topf und Deckel. Perfekt!

Ach so, was daraus geworden ist? Windlichter: Glas umstrickt, ein bisschen Deko dran und Teelicht rein … eigentlich ganz einfach. Und das Stricken dieser Dinger macht süchtig, habe ich festgestellt!

Na, was sagt ihr – albern, altmodisch oder doch ganz nett?








Montag, 14. November 2016

Neue Mützenanleitung online

Oder: Wenn's mal etwas länger dauert …

Schon vor längerem – es ist jetzt etwa ein Jahr her – habe ich mir eine rot-weiße Stadionmütze gestrickt, die bei einigen meiner Leserinnen hier so gut angekommen ist, dass ich nach einer Anleitung gefragt wurde. Das war dann aber irgendwie gar nicht so einfach, wie ich zuerst dachte – nicht, weil das Teil so sonderlich schwierig zu stricken wäre, aber irgendwie waren meine nächsten Versuche mit einem anderen Garn nicht wirklich von Erfolg gekrönt.

Inzwischen kann ich aber stolz verkünden: Es gibt sie jetzt, die Anleitung für die Mütze Waldsteinia! Und weil ja nicht jeder so eine schlappige Mütze mag, besteht natürlich auch die Möglichkeit, eine eher kopfnahe Version dieser Kopfbedeckung zu stricken – beide Varianten sind in dieser Anleitung beschrieben.

Benötigt werden von einem Garn mit der Lauflänge von 350 m/100g ca. 50 g in rot, 80 g in weiß – die gezeigte Mütze wurde mit 3-er Nadeln aus DROPS Baby Merino gestrickt.

Ein herzliches Dankeschön geht in diesem Zusammenhang an meine Teststrickerinnen und im Speziellen an Nadine aus B., die mir netterweise Fotos von ihrer kopfnahen Version der Waldsteinia überlassen hat. Danke!

 





Foto: nanak030


Montag, 7. November 2016

XXI.16 • Kleinigkeiten

Oder: Ein bisschen was für Zwischendurch.

In den letzten Wochen war ich irgendwie immer beschäftigt und habe doch nichts Großes fertig bekommen. Manchmal ist das wie verhext. Aber immerhin habe ich noch einige Kinderhandschuhe sowie ein Paar Socken für den nächsten Sternstundenverkauf am 27.11. in Neufahrn bei Eching gestrickt.

Außerdem hat mich die Lysimachia-Sucht noch immer schwer im Griff, so dass aus Spendenwolle noch mal eine solche Mütze fertig wurde. Und jetzt gerade habe ich eine für mich selbst auf den Nadeln … ich brauche selbst unbedingt auch noch eine!












Dienstag, 1. November 2016

Sternstunden-Verkauf in Pliening

Oder: Haarscharf!

Am vergangenen Sonntag waren wir zum ersten Sternstunden-Verkauf in diesem Jahr beim Ideen- und Künstlermarkt in Pliening (Kreis Ebersberg). So prima, wie alles im Laufe des Tages klappte, so holprig war der Start …

Als wir nämlich ankamen und ich mich beim Veranstalter meldete, um unseren Standplatz zu erfahren, stellte sich heraus, dass mit der Anmeldung etwas schief gelaufen war und für uns überhaupt kein Platz bei diesem Markt reserviert war – uahaahaha! Die Organisatorin blieb aber total entspannt und meinte nur: "Jetzt warten's mal da kurz, das kriegen wir schon hin. Falls jemand kurzfristig absagt, bekommen Sie einfach den frei gewordenen Tisch, falls niemand absagt, finden wir schon eine Lösung!". Also haben wir unsere Sachen schon mal in den Eingangsbereich der Halle geschleppt und ein paar Minuten gewartet.

Und schon kam sie zurück: Sie hatte uns im Wirtsraum, wo bislang 3 Stellplätze waren, kurzerhand einen Tisch, der eigentlich für Bewirtung gedacht war, umfunktioniert und da war er, unser Platz: Ein wenig in der Ecke, aber dafür perfekt groß, mit einer Wand dahinter und einer Eckbank, die wir ebenfalls teilweise noch als Stellfläche nutzen konnten. Also konnte das Aufbauen – wenn auch etwas improvisiert, da wir eigentlich nur einen kleinen Tisch geplant hatten, um unsere Kleiderständer auch unterzubringen – beginnen und eine Stunde später war alles hergerichtet.

An der Stelle erst mal ein dickes Dankeschön an meine zwei Helferinnen, die eigens zur Mithilfe der zweitätigen Vorarbeiten wie sortieren, etikettieren, inventarisieren, verpacken etc. aus Karlsruhe zu mir angereist waren. Ihr ward ein super Team!

Außerdem muss ich unbedingt auch noch ein Dankeschön an unsere Veranstaltungsorganisatorin, Frau Bigl, loswerden: Ich war ja schon im vergangenen Jahr total vom Service und der perfekten Organisation und Bereitschaft, bei Problemen ganz schnell unkomplizierte Lösungen zu finden, begeistert. Dieses Jahr hat sich dieser Eindruck wirklich zu 100 % bestätigt – große Klasse, dass wir nicht unverrichteter Dinge wieder abfahren mussten und dann sogar noch einen großzügigen Platz bekommen haben.

Eine schlechte Nachricht habe ich diese Woche aber leider auch noch bekommen: Der Markt in Freising musste vom Veranstalter leider abgesagt werden, weil die Halle von der Stadt kurzfristig anderweitig benötigt wird … *Mist*. Aber das lässt sich nun leider nicht ändern, so dass ich jetzt noch auf eine weitere Bewerbung hoffe (leider aber noch keine Rückmeldung bekommen habe) und dann natürlich am 27. November auf den Chirstkindlmarkt in Neufahrn bei Eching. Wird schon werden ;O)




Freitag, 21. Oktober 2016

XX.16 • Noch mehr Mützen

Oder: Die machen süchtig!

Ich habe es schon wieder getan: Nachdem ich zwischendurch mal eine andere Mütze mit einem Einstrickmsuter genadelt habe, die allerdings nicht so geworden ist, wie ich mir das erhofft hatte, weil das Garn einfach dicker und störrischer war, als gedacht, musste ich gleich noch mal eine Lysimachia stricken. Dieses Mal aus einem Merinomischgarn namens "Katja Darling". Dieses Flechtmuster macht irgendwie süchtig … immer noch ein Eck und noch ein Eck und sehen, wie sich der Verlauf weiter entwickelt. Das macht richtig Spaß!

... und für die Sternstundenkisten ist das fein: Dort versammelt sich inzwischen eine feine Auswahl an warmen Kopfbedeckungen.