Montag, 4. November 2019

Ich wollte doch Fische gucken.

Oder: Ab auf die Malediven!

Wie bereits angekündigt, ging es nach der einwöchigen Rundreise durch Sri Lanka noch für weitere 2 Wochen auf die Malediven. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen vor 4 und 12 Jahren (meine Güte, wie doch die Zeit vergeht!), hatten wir uns erneut für die Insel Filitheyo entschieden und fanden das Hotel und den damit einhergehenden Service und und die Halbpensions-Verpflegung in wie erhofft sehr gutem Zustand wieder vor. Daran gab es auch im Nachhinein wirklich nichts zu mäkeln.

Die Anreise verlief völlig problemlos. Auch wenn es zunächst laut Anzeigetafel am Wasserflughafen nicht so ausgesehen hatte, ging unser Weiterflug von Malé mit dem winzigen, 14-sitzigen Wasserflugzeug recht zeitnah ab, so dass wir bereits zur Mittagszeit unseren kleinen Bungalow bezogen und die Schuhe für die nächsten zwei Wochen in die Ecke verbannt hatten. Auf Filitheyo kann man barfuß gehen, immer und überall, selbst zum Essen am abendlichen Buffet. Naja, man kann auch Schlappen anziehen, muss man aber wirklich nicht.

Fast als hätten sich die Wettergötter über dem Indischen Ozean abgesprochen ... schüttete es dann am Nachmittag wieder wie aus Kübeln. Und um es gleich vorweg zu nehmen: In den insgesamt 3 Wochen Urlaub hatten wir sage und schreibe genau 3 Tage ohne jeglichen Niederschlag. Zwei, drei Tage gab es nur ein paar lächerliche Tropfen bis leichtem Niesel, ansonsten ... ja, ihr wisst schon, die Sache mit den Kübeln. Trotz allem gab es immer wieder Sonnenschein oder zumindest Regenpausen, in denen man schnorcheln gehen konnte, ohne auch von oben nass zu werden. Allerdings hatte das teilweise dann doch durchwachsene Wetter gelegentlich starke Strömungen im Meer zur Folge, die jede Menge Krill, Sand und sonstige Kleinstpartikel mitbrachten und so die Sicht bis hin zum Blindschnorcheln trübten. Somit mussten die eher selteneren sonnigen Phasen ausgiebig zum Fische-Gucken und -Knipsen genutzt werden.

Und das habe ich dann auch zunächst ausgiebig getan. Nach genau einer Woche bekam ich am Sonntagnachmittag jedoch rechtsseitig leichte Ohrenschmerzen. Naja, zunächst eher einen Druck im Ohr, der sich bis zur Nacht dann zu heftigsten Schmerzen und dem Gefühl, einen innerlich zugeschwollenen und in Kürze explodierenden Kopf zu haben, weiterentwickelte. Als ich dann beim Frühstück nach der schmerzbedingt nahezu komplett durchwachten Nacht kaum noch den Mund öffnen konnte, um meinen Tee zu trinken – an das Kauen festerer Nahrung als Joghurt war gar nicht zu denken! – war klar: Ich brauche einen Arzt. Selbiger kam auch pünktlich zur ab 9 Uhr an der Tür der "Clinic" angekündigten Sprechstunde mit Flip-Flops und Schlapphut angewackelt. Optisch eher einem Botaniker oder Schmetterlingsfänger ähnlich, hatte er in seinem Kabüffchen (die Bezeichnung Clinic war ungefähr so übertrieben für die Besenkammer, wie das Geklapper von Küchengeschirr als Musik zu bezeichnen ...) schnell die Diagnose zur Hand: Ich hatte vom Schnorcheln ein mittelprächtiges Barotrauma (ein Schelm, der hier ein N zu viel einbaut ...!), sprich: Der Druckausgleich im Ohr und den anhängenden Hohlräumen hatte aus unerfindlichen Gründen irgendwie nicht funktioniert, so dass mein Trommelfell schließlich umgestülpt wurde (aber zum Glück nicht gerissen). Eigentlich eine typische Taucherkrankheit, kann man aber auch vom Schnorcheln kriegen (q.e.d.). Wieder was gelernt. Den Hinweis: "It's a really painful thing. Many guests don't sleep more than an hour per night because of it ..." [das ist eine schmerzhafte Sache. Viele Gäste können damit kaum mehr als eine Stunde nachts schlafen ...]  hätte er sich sparen können, das wusste ich bereits.

Das Schlimmste daran – neben besagter Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte und damit einher gehender Halbtaubheit, später nahezu Kompletttaubheit, weil auch das andere Ohr irgendwann solidarisch zumindest mit Anschwellen und leichteren Schmerzen mitmachte – war aber: Ab jetzt durfte ich nicht mehr zum Schnorcheln gehen. Ich hätte heulen können (um ehrlich zu sein: Das hab ich auch etwas später nachgeholt), denn das grenzte an seelische Grausamkeit. Ich kam mir buchstäblich vor wie der Hund, der vor einem Tisch voll Wurst und Fleisch angebunden ist und nur sehnsüchtig die Objekte seiner Begierde von Weitem anschmachten kann. Dass ich somit am restlichen Urlaub weniger Freude hatte, muss wohl nicht ausführlicher erwähnt werden, auch wenn die stärksten Schmerzen, die auch durch entsprechende Schmerzmittel in den ersten beiden Tagen nicht einzudämmen waren, nach drei Tagen fast schlagartig nachließen und ich die "unerwartet freie Zeit" ;O) für andere Dinge wie beispielsweise stricken und lesen nutzen konnte. Ja, ich habe in kleineren Dosen wieder ein wenig gestrickt und es gibt demnächst wenigstens etwas Kleineres zu zeigen.

Etwas Lustiges muss ich aber dann doch noch erzählen. Ausgerechnet, als ich mich mit den Schmerzen herumquälte, hatte der Herr Baron Geburtstag. Einen runden noch dazu. Das geplante, vom Hotel gestiftete abendliche Dinner am Strand musste mangels Kaufähigkeit meinerseits abgesagt bzw. aufs Urlaubsende verschoben werden, so dass wir wie jeden Abend unseren Tisch im Buffet-Restaurant aufsuchten. Der wiederum war dann aber wirklich extra herausgeputzt. Nicht nur, dass plötzlich eine weiße Tischdecke aufgetaucht war, nein, selbige war auch noch kunstvoll flächendeckend mit Blüten ausdekoriert worden. Daran, dass da eventuell auch noch Teller ein Plätzchen brauchen könnten, hatte keiner gedacht. Man hatte sich aber wirklich extra Mühe gegeben. Und um es vorweg zu nehmen: Auch unser Bett war bei unserer Rückkehr nach einem netten Abend mit einem schwäbischen Paar in der Bar mit Blüten verziert worden ...

Aber ich wollte ja etwas Lustiges erzählen: Wir waren also dann irgendwann mit dem Essen fertig, das obligatorische, selbstgemachte Eis war verputzt (das musste ich ja nicht kauen ...) und wir wollten die Quittung gegenzeichnen, was unser Stamm-Kellner auch schon registriert hatte. Plötzlich kam selbiger, ein wahnsinnig netter, sympatischer und routinierter Kellner aus Bangladesh, mit einem Kollegen im Schlepptau und einem Teller mit einer kunstvoll verzierten Schokotorte in Händen um die Ecke. Diese Kuchenplatte landete vor Herrn Baron, nicht ohne zuvor noch drei Kerzen darauf anzuzünden. Und dann folgte das erinnerungswürdigste Geburtstagsständchen aller Zeiten. Nach dem Anzählen "One, two, three ..." krähten die beiden in bester Sängerknabenhaltung (die Wiener Sängerknaben wären vor Neid erblasst!) und aus vollster Brust und Überzeugung ein mindestens dreistimmiges Lied. Mindestens. Und wären die beiden nicht wirklich so absolut textsicher gewesen (ich wünschte, meine Chorsänger könnten alle immer ihre Texte so sicher auswendig!), hätte man wohl eher nicht erkannt, dass es sich um das weltweit bekannte "Happy birthday to you" handelte ... Ich schwöre, mir kamen fast die Tränen vor unterdrücktem Lachen und eines ist gewiss: Allein für den Mut, zu zweit im Brustton der Überzeugung solch ein Ständchen vor einem gut gefüllten Lokal zum besten zu geben, hatten sie den daraufhin aufbrandenen Applaus redlich verdient.

Die wider Erwarten gar nicht pappsüße, sondern wirklich extrem leckere Schokotorte wanderte dann gleich in unsere Minibar im Zimmer und wurde in den folgenden Tagen Stück für Stück genossen. Bis zum letzten Abend des Urlaubs konnte ich dann auch wieder fast schmerzfrei kauen, so dass auch das Galadinner am mit Kerzen beleuchteten Strand und mit Meeresrauschen um die Beine einen versöhnlichen Abschluss eines nicht immer ganz glücklich verlaufenen Urlaubs bildete. Lecker war's!

Ja, und auch wenn ich nur etwa 4 Tage Zeit hatte, um die von mir so heiß ersehnten Fische-Fotos zu schießen ... über 1200 Stück waren es dann doch, die ich in der zweiten Urlaubshälfte in aller Ruhe auf der Veranda sitzend durchsortieren und aufbereiten konnte. Denn: Knapp die Hälfte der Fotos war von Haus aus der "Delete"-Taste gewidmet, da sie verursacht durch unkontrolliertes Schaukeln des Fotoapparatbedieners an der Wasseroberfläche gnadenlos verwackelt waren. Gelegentlich fragte ich mich auch, was ich da wohl hatte fotografieren wollen, denn ich konnte beim besten Willen nichts mehr finden, das als Motiv hätte herhalten können. Die eine oder andere verwackelte Schwanzflosse am wahlweise oberen, unteren, rechten oder auch linken Bildrand wiederum war Beweis dafür, dass Fische halt doch extrem wendig sind und gewitzter abhauen können, als man manchmal so denkt. Und besagte Strömungen mit Schwebepartikeln im Wasser und damit einhergehendem Nebel taten teilweise zudem ihr übriges. Aus den am Ende für ansehenswert und akzeptabel befundenen 800 Fotos hier nun eine kleine Auswahl meiner Lieblingsmotive:






Ein Fisch namens Sue ;O)



Mein Liebling unter den Riff-Fischen: Ein Igelkofferfisch mit seinen riesigen, lieb guckenden Augen. 

Calamari sind definitiv leichter zu essen als zu fotografieren. So schüchtern. 


Mein absolutes Lieblingsfoto. 












Gestatten: Susi, Masken-Igelkofferfisch. 

Sonntag, 3. November 2019

Eine Rundreise durch Sri Lanka

Oder: Die Barons waren mal wieder auf Reisen.

(Warnung vorab: Wer bis zum Ende durchlesen und auch noch die Bilderflut bewältigen will, sollte sich vielleicht besser noch einen Kaffee und eine Brotzeit herrichten ... die Werbung sagt, ein Snickers tut's auch :O)

Also: Die letzten Wochen haben die Barons wieder einmal in der weiten Ferne verbracht und es gibt eine ganze Menge zu berichten. Zunächst stand eine Woche Rundreise durch Sri Lanka auf dem Programm, danach sollte es weiter gehen auf die Malediven, um dort vor allem "Fische zu gucken" (landläufig schnorcheln genannt) und die Seele baumeln zu lassen. So weit der Plan ...

Nach einer reibungslosen Anreise mit kurzem Transitaufenthalt in Doha, erreichten wir Colombo in aller Früh. Koffer waren auch schnell da, also raus aus dem Flughafen und auf zu einem Taxi, das uns zur ersten Unterkunft bringen sollte, von wo am Tag danach die Rundreise starten sollte. Doch was war denn das?!? Hatten wir doch tatsächlich einen falschen Koffer vom Band genommen und es erst gemerkt, als wir ihn einladen wollten. Na, das ging ja gut los ... dass man, einmal aus dem Ankunftsbereich draußen, nicht einfach so zurück schlappen und mal eben Koffer austauschen kann, dürfte klar sein. Wider Erwarten ging das dann aber doch einigermaßen unkompliziert und nach etwa dreimaligem Vorzeigen von Boardkarte und Reisepass durften wir den falschen Koffer einfach wieder aufs Kofferband legen (der eigentliche Besitzer wird schon geflucht haben, weil er so lange auf sein Gepäckstück warten musste *ups*) und den richtigen mit hinaus nehmen. So was ist uns ja in über 20 Jahren Fernreisen noch nie passiert.

Dann ging es aber wirklich per Taxi ab zur "Airport Villa", einer kleinen, aber durchaus für einen Zwischenstopp sehr empfehlenswerten Appartmentanlage gerade mal 10 Minuten vom Flughafen entfernt. Besonders erwähnenswert waren die beiden sehr hilfsbereiten und nach kurzer Aufwärmphase sehr freundlichen Jungs, die sich um die Anlage kümmerten, sowie die wirklich makellose Sauberkeit der kleinen Ferienwohnung. Den Tag über verbrachten wir am hauseigenen Pool und versuchten einfach, möglichst schnell im neuen Klima und der anderen Zeitzone anzukommen. Abends machten wir uns dann auf den Weg, um in einem der in der Umgebung angesiedelten und vom Hausherren empfohlenen Lokale zu Abend zu essen. Also rein in ein überall zu charterndes Tuk-Tuk-Taxi und ab ins Getümmel. Ja, Straßenverkehr wäre zu viel gesagt für das, was dort auf den Straßen so geschieht. Da herrscht eher etwas zwischen wildem Chaos und Wahnsinn in Tüten ... es kam in den nächsten Tagen noch öfter vor, dass ich einfach hin und wieder die Augen geschlossen habe, aber dazu später mehr.

Zunächst einmal stand – zumindest dem Herrn Baron *grins* – der nächste Schreck bevor: Waren wir doch ausgerechnet an einem Neumondtag in Colombo angekommen. Schön, und was hieß das jetzt? Jaaaaa, am Neumondtag gibt es im buddhistischen Sri Lanka nur in den allerwenigsten Lokalen Fleisch oder Fisch, geschweige denn Alkohol zu kaufen. Nach etwas gutem Zureden meinerseits (wie hätten wir denn ohne unangemessenen Aufwand ein nicht vegetarisches Lokal auffinden sollen?!) haben wir mutig am Bestellbuffet auf verschiedene Dinge gedeutet. Und was soll ich sagen? Das Essen war oberlecker, das musste dann selbst der eher mindervegetarisch veranlagte Herr Baron unumwunden zugeben. Bezahlt haben wir für 3 Dosen Cola und zwei sehr volle Mägen gerade mal ca. 2000 Rupies, was umgerechnet etwa 10 Euro entspricht. Danach ging es zu Fuß zurück zur Villa, denn wir wollten noch ein bisschen was von der näheren Umgebung sehen ... und wir schafften es gerade noch, trockenen Fußes anzukommen, bevor das erste Tropengewitter über uns herab prasselte. Es sollte nicht das letzte in diesem Urlaub bleiben ...

Pünktlich zur vereinbarten Zeit standen dann am anderen Morgen unser Reiseleiter und ein Fahrer von Siri Tours mit ihrem Auto zur Abfahrt bereit. Diese beiden sollten uns auch die nächsten Tage begleiten und über die Insel führen. Der Reiseleiter, ein sehr ruhiger und recht angenehmer Begleiter, sprach einigermaßen brauchbar und vor allem wohl gerne Deutsch, was mir eigentlich gar nicht so recht war, denn vieles wäre mit vernünftigem Englisch sicher leichter zu klären gewesen, aber nun ja. Unser Fahrer, ein lustiger und sehr sympathischer Kerl, der ebenfalls versuchte, seine drei, vier deutschen Wörter anzubringen, erwies sich als – für einheimische Verhältnisse – extrem umsichtiger und defensiver Fahrer.

Denn wie bereits erwähnt: Straßenverkehr ist auf Sri Lanka eher ein mittleres Chaos, mit dessen ungeschriebenen Gesetzen man sich sehr gut auskennen sollte, um am täglichen Wahnsinn aktiv teilzunehmen. Sprich: Man sollte hupen können. Hupen und allzeit und in jeder Verkehrssituation überholen. Denn die Millionen Tuk-Tuks, die in den letzten Jahrzehnten die Straßen der Insel erobert haben, fahren maximal 40 km/h, so dass alle paar Meter zum Überholen angesetzt werden ... muss. Jaaaa, zwei Tuk-Tuks beim Überholen zu überholen geht leicht, auch wenn noch ein bisschen Gegenverkehr kommt, kein Problem. Ach, der Bus (die wildesten Verkehrsteilnehmer überhaupt!) will auch noch überholen? Ach, geht locker, vielleicht einfach mal hupen, denn wer hupt, hat immer Recht und natürlich Vorfahrt und Platz. Äh, nein, doch nicht? Die Straße wird doch zu eng? Ups, dann natürlich voll auf die Bremse und wieder einscheren, was denn auch sonst?! An einem Tag überholt ein durchschnittlicher Fahrer dort wohl häufiger als ich in meinem gesamten Autofahrerleben. Und ich gebe es ganz ehrlich zu: Wir hatten wirklich einen überaus braven Fahrer, aber so manches Mal haben sich mir die Vorfahrts-, Abbiege- und Überhaupt-Regeln nicht im Mindesten erschlossen und im größten innerstädtischen Getümmel habe ich durchaus auch schon mal einfach die Augen geschlossen.

Unser erstes Ziel war das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela. Eine etwas zweischneidige Veranstaltung – einerseits werden dort verwaiste und verletzte Elefanten aufgepeppelt und wieder in die Wildnis entlassen, ein durchaus ehrenwertes Treiben. Andererseits haben wir dort aber auch einige angekettete und wenig glücklich wirkende Tiere gesehen, die eher ein beklagenswertes Bild abgegeben haben. Man sagte uns, das seien einzelne, sehr aggressive Tiere ... nun ja, ich kann und mag das nicht beurteilen, hatte aber eben kein besonders gutes Gefühl bei diesem Anblick. Eine eher lustige Veranstaltung war dann allerdings zur Mittagszeit das Elefantenbaden im Fluss. Dazu kam eine Schar Elefanten frei und nur von zwei Betreuern begleitet quer durch den Ort spaziert, mitten hindurch durch die Touristenladenzeile und hinein in den Fluss. Eine Wasserpumpe spritze in Feuerwehrmanier einen Dusch-Strahl in hohem Bogen auf die Elefantenschar, die das sichtlich genoss.

Danach stand der erste Tempel auf dem Programm: Der Höhlentempel bei Dambulla. Die absolut sehenswerte, kulturell hoch interessante buddhistische Tempelanlage, die aus drei in einen Felsen gehauenen Höhlen mit beeindruckenden Statuen und feinen Wandmalereien bestand, wollte allerdings erst erreicht sein, lag sie doch hoch oben auf einem Berg und konnte nur über unzählige Steinstufen erreicht werden. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Wie in buddhistischen Tempeln Sitte, mussten vor dem eigentlichen Tempel die Schuhe ausgezogen werden. An sich ja kein Problem, aber nach ein paar Schritten hättet ihr mich mal im Rumpelstielzchen-Style springen sehen können ... die Steine im Hof waren glühend heiß und nicht für meine zarten Treterchen geschaffen. In der Folge hatte ich immer ein paar Socken im Rucksack.

Übernachtet wurde diese und die folgende Nacht in einem kleinen, völlig abgelegenen und recht einfachen Hotel mit dem bezeichnenden Namen "Nice Place". Ok, so nice fand ich den place jetzt nicht, aber es war ok, sauber und das einfache Essen wirklich lecker. Mehr stand an diesem Tag nicht auf dem Programm, denn: Am Nachmittag schüttete es dann wieder wie aus Kübeln.

Am nächsten Morgen wurden wir schon sehr früh durch sehr lautes Geschrei geweckt. Einen Teil davon steuerten Vögel bei, aber was war denn das andere für ein Laut? Greifvögel? Wenn ich es nicht für so absurd gehalten hätte, hätte ich ja auf Pfauen getippt, aber so ein Quatsch ... tja, von wegen! Nichts Quatsch, denn was ich bis dato überhaupt nicht auf dem Schirm hatte: Pfauen kommen original und freilebend aus Indien und Sri Lanka. Die Nacht verbringen die imposanten Tiere auf Bäumen und hoch oben in Palmen zum Schutz vor Raubkatzen und vor allem am Vormittag kann man dann häufig in den Feldern beobachten, wie der eine oder andere Federtanz vollführt wird. Ein beeindruckendes Schauspiel, das man fast täglich irgendwo von der Straße aus in den Feldern entdecken konnte.

Mit der Klosteranlage in Anuradhapura wartete die nächste sehr große Tempelanlage auf unseren Besuch. Vor Ort erwartete uns bereits ein äußerst gut deutsch sprechender Führer, der uns eine ganze Menge über Tempelkultur, Baukultur, Geschichte, Riten und Traditionen rund um den Buddhismus erklärte und zeigte. Höchst interessant, zumal man ganz offensichtlich auch während der Zeremonienzeiten keinerlei Probleme damit hatte, dass Fremde, sprich wir, durch die Anlage und zwischen den Gläubigen hindurch wanderten. Auch fotografieren und zugucken wurde zu meinem leichten Unbehagen, überhaupt nicht als unschicklich angesehen. In einer christlichen Kirche könnte ich mir solch eine Ungezwungenheit jetzt beim besten Willen nicht vorstellen und ich kam mir an mancher Stelle doch ein wenig wie ein Eindringling vor. Gegen Mittag und nach etwa fünfmaligem Schuhe Aus- und Anziehen war ich dann allerdings am Ende, denn auch Kopfbedeckungen dürfen in Tempelanlagen nicht getragen werden, was hieß, stundenlang in der prallen Sonne herumzulaufen. Das war dann irgendwann einfach zu viel für meinen Schädel und mit leichtem Sonnenstich fuhren wir zurück zum Hotel, wo uns unsere Begleiter am Nachmittag wieder abholen wollten, um zum Elefantenreiten zu gehen ... au weia! Das musste dann aber auf den folgenden Tag verschoben werden, denn: Am Nachmittag schüttete es dann wieder wie aus Kübeln.

Die verrückteste Veranstaltung der gesamten Rundreise stand uns also am folgenden Morgen bevor: Da die Straße zum Treffpunkt am See irgendwann für einen normalen PKW nicht mehr befahrbar war, stiegen wir auf ein bereitstehendes Tuk-Tuk um, mit dem wir einen mittelprächtigen Trampelpfad ans Ufer eines Sees gefahren wurden. Dort erwartete uns eine wunderschöne Aussicht über die Landschaft ... und ein riesengroßer Elefant. Uahahahaha ... hatte ich mir doch ganz insgeheim das Elefanten-Pony gewünscht, aber mein Mantra wurde irgendwie nicht erhört. Also dann eben rauf auf den großen Dickhäuter. Äh, aber wie?!?

Wir wurden auf einen elefantenhohen Felsen am Seeufer geleitet, der Elefant watete durch das Wasser und stellte sich breitlings vor den Felsen. Theoretisch klar, wie das gedacht war, aber mal ehrlich: Wie sollte man denn auf einen blanken Elefanten kommen, der hat ja für gewöhnlich nun eher keine Griffe und Halterungen ... Aus Gründen der Schwerpunktverteilung *grins* durfte der Herr Baron nach vorne direkt ins Genick des großen Boliden steigen und sich am Seil, das das Tier um den Hals hatte, festkrallen. Meinereiner sollte dann dahinter sitzen und sich am davor sitzenden Baron ... festkrallen. Was ich in den ersten Minuten zum Leidwesen des Herrn Baron auch ausgiebig getan habe. Meine Güte, was hatte ich für eine Panik, nachdem ich mal drauf saß und der Elefant sich gefühlt meterhoch schaukelnd drehte, um dann mit Blick auf den See erst mal stehen zu bleiben und zu trinken. Habt ihr eine Vorstellung, wie hoch so ein Vieh ist? Und wie das wackelt, wenn die Beine Schritt für Schritt nach vorne stapfen? Ich dachte, ich falle jeden Moment runter.

Begleitet von einem Befehle rufenden Tierpfleger und feixenden Reiseleitern und weiteren Begleitern wurden wir dann raus aus dem See und rein in den Dschungel geschaukelt. Nur gut, dass ich hinten saß, so bekam ich nicht jeden Ast ins Gesicht ... dem Elefant war das ja Wurscht, uns, äh, eher weniger, aber wir konnten ja nicht aus. Zugegebenermaßen fand ich die Aktion allerdings nach ein paar Minuten einfach nur noch lustig und kicherte vor mich hin, während der Herr Baron in ständigem Bemühen, sich und somit auch mich mittels Festkrallen am Seil auf dem Dickhäuter zu halten, eher weniger zu lachen hatte. Und ich möchte gar nicht wissen, welche Gedanken den beiden vorbeikommenden Spaziergängern (Touristen aus Italien) bei unserem Anblick durch den Kopf gingen ... *töröööööh!

Auf der Weiterfahrt nach Kandy, wo u.a. der Botanische Garten sowie der Besuch des Zahntempels auf dem Programm standen, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in einem Heilkräuter-Garten, wo uns eine hoch professionelle Verkaufs-Show eines (angeblichen?) angehenden Naturmediziners erwartete. Der Junge hätte Verkäufer werden sollen ... was er ja unterm Strich schon auch war, denn am Ende wurde man natürlich in den obligatorischen Verkaufsraum geführt. Zuvor jedoch kamen wir ganz unerwartet in den Genuss einer Komplettmassage durch zwei (angebliche?) Naturmedizinstudenten, die (angeblich) Probanden zum Anwenden ihrer Massagekenntnisse bräuchten. Naja, geschadet hat's nichts, gekostet auch nicht. Das restliche Tagesprogramm in Kandy wurde nach Ankunft im etwas zweifelhaften Hotel verschoben, denn: Am Nachmittag schüttete es dann wieder wie aus Kübeln.

Am Abend erwartete uns in eben diesem Hotel ein wunderbar gedeckter Tisch auf einem Balkon mit Blick über das unter uns liegende Kandy, was im Dunkeln mit den vielen Lichtern durchaus einen gewissen Charme hatte. Das folgende Menü hingegen ... eher nicht: War das als Salat betitelte Julienne-Gestrüpp lediglich nur nicht angemacht, schmeckte die als Gemüsesuppe deklarierte Soße danach nach genau: gar nichts. Getoppt wurde das Ganze durch den gemischten Grillteller (wir hatten die Wahl zwischen Grillteller mit Huhn oder Grillteller gemischt), auf dem das Beste die Pommes und das gedünstete Gemüse waren. Alles, was so an Fleisch auf dem Teller lag, war einfach mal nur trocken, zäh, sehnig und beim allerbesten Willen mit handelsüblichen Zähnen nicht kaubar. Das als solches identifizierbare Stück Huhn stand kurz vor dem Aggregatzustand "staubig" und es ist mir bis heute unklar, an welcher Stelle es am lebenden Tier wohl einmal durch die staubigen Straßen Sri Lankas gesprungen sein mag.

Nach Rücksprache mit unseren Reisebegleitern wurde der Zahntempel dann am nächsten Morgen einfach mal ersatzlos vom Programm gestrichen (ehrlich gesagt hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits ausreichend buddhistische Einweisung erfahren und mein Karma dürfte bereits enorm angewachsen gewesen sein) und dem für mich wichtigsten Punkt auf der Liste stand nichts mehr im Wege: Auf in den botanischen Garten! Und der hielt auch, was ich mir davon versprochen hatte! Für mich war das eine der schönsten derartigen Anlagen, die wir bisher auf der ganzen Welt verteilt so besucht haben. Ich hätte dort durchaus auch einen ganzen Tag verbringen können, aber es sollte am Nachmittag ja noch weiter gehen ins Hochland zur Besichtigung einer Teefabrik. Bereits auf dem Weg dorthin schüttete es dann wieder wie aus Kübeln, so dass der Gang durch die Plantagen ausfallen musste, nicht aber die Führung durch die Produktionsanlagen der Firma "Glenloch" mit Teeverkostung. Jetzt weiß ich also, dass es neben schwarzem und grünem auch weißen Tee gibt. Und dass all diese Teearten aus ein und derselben Pflanze gewonnen werden und sich nur durch die Weiterverarbeitung der gepflückten Triebspitzen unterscheiden: Der schwarze Tee beispielsweise wird nach dem Anwelken fermentiert, bevor er in die Trocknung kommt, der grüne Tee fermentiert hingegen nicht, und der weiße Tee (der teuerste der drei) besteht ausschließlich aus den ganz jungen Triebspitzen, die zwei Wochen sonnengetrocknet werden. Aus 1200 kg frischen Teeblättern werden später ca. 300 kg getrockneter Tee.

Unser Hotel dieses Tages lag nur wenige Minuten von der Teefabrik entfernt im Hochland, phantastisch am Hang und in direkter Nachbarschaft zu drei Wasserfällen gelegen. Das Hotel war sicher schon etwas in die Jahre gekommen, was aber in unseren "Super-Deluxe-Zimmer" dank kürzlicher Renovierung nicht auffiel. Die Lage war jedenfalls, wie gesagt, wirklich sensationell schön, vom Bett aus hatte man durch die Fenster direkten Ausblick auf zwei verschiedene Wasserfälle. Und als am nächsten Morgen dann auch der Regen aufgehört und die Sonne durchgespitzelt hatte, zeigte sich erst die volle Pracht der Umgebung. Daher ging es an diesem Tag erst ein wenig später weiter, so dass wir am Morgen noch einen Spaziergang zum "hauseigenen" Wasserfall machen und Fotos schießen konnten. Danach führte uns der Weg zunächst in den (Einheimischen-)Urlaubsort Nuwara Elija, wo ein Stadtrundgang den Blick auf einige Bauten aus der Kolonialzeit eröffnete und uns danach in den Central Market führte, wo die Bauern und Fischer der Umgebung Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch und sonstige Lebensmittel – nicht zu vergessen natürlich Reis! – feil boten.

Einen Teil der großen in der Folge vor uns liegenden Fahrstrecke brachten wir plangemäß vom Bahnhof Nanu-Oya aus mit dem Zug hinter uns. Die Reisebeschreibung hatte 3 Stunden phantastische Aussichten und herrliche Landschaften versprochen, aber: Am Nachmittag schüttete es dann wieder wie aus Kübeln ... weitere 2,5 Stunden ging es dann noch mit dem Auto weiter in Richtung Tissamaharama. Unterwegs legten wir einen Stopp ein, um mit einem Tuk-Tuk irgendwo in die Pampa zu fahren, wo sich ein Tempelfelsen vor uns auftat, der mit aus dem Stein gehauenen Buddha-Figuren beeindruckte. Die Rückfahrt im Tuk-Tuk fand dann mit herabgelassenen Planen statt, denn: Zur Abwechslung schüttete es dann wieder wie aus Kübeln.

In Tissa..., na, ihr wisst schon, wurden wir in einem extrem guten Hotel untergebracht, nachdem wir uns am Tag zuvor über die Pleite in Kandy beim Reiseleiter beschwert hatten und er wiederum wusste, dass vorherige Gäste sich über das in Tissa...dingsi vorgesehene Hotel beschwert hatten. Die Hotelanlage war sehr gepflegt, das Essen ausgezeichnet und der Service rundum perfekt. Und wir planten, nach der Fotosafari, die am kommenden Früh-Morgen auf dem Programm stand, noch ein paar Stündchen am Pool herauszuschlagen, bevor unsere Reise mit einer langen Fahrt zurück nach Colombo zu Ende gehen sollte.

Am nächsten Morgen also kurz nach 4:30 Uhr aufstehen, um dann völlig sinnloserweise schon mal eine halbe Stunde auf das Tags zuvor bestellte Lunch-Paket zu warten. Planung und Organisation sind nicht gerade die ausgesprochenen Stärken, die man mit Sri Lanka verbinden würde. Nachdem dann auch noch der Jeepfahrer eine halbe Stunde zu spät kam und in der Folge wie eine gesengte S.., also, wie der Teufel gen Safaripark raste, waren wir schon irgendwie ein bisschen angeknatscht. Dann kam aber der absolute organisatorische Knüller – zugegebenermaßen nicht auf dem Mist unseres Reiseveranstalters gewachsen, sondern bedingt durch die staatliche Führung des Parks. Sämtliche Jeeps, die an diesem Morgen in den Park wollten, versammelten sich zwangsweise am Eingangstor, wo die Fahrer zunächst ein Ticket lösen und in einem weiteren Büro beglaubigen lassen mussten – Arbeitsbeginn der Beamten erst Punkt 6 Uhr. Dass dies dazu führte, dass binnen kürzester Zeit (wenige Minuten) dann ca. 30 Jeeps gleichzeitig ins Gelände knatterten und somit spätestens nach dem zweiten Wagen alle bis dahin vielleicht noch in Sichtweite befindlichen Tiere das Weite gesucht hatten, war ja dann doch irgendwie klar.

Entsprechend enttäuschend war die insgesamt gute 3 Stunden dauernde Safarifahrt letztendlich dann auch: Zwischendurch bog unser Fahrer einmal für eine knappe halbe Stunde in einen Weg ab, wo wohl noch keiner vor uns war, so dass wir tatsächlich auch in den Genuss freilaufender Elefanten, Mungos und Wildschweine kamen, aber die anschließende ca. einstündige "Jagd" auf den von einem der Fahrer gesichteten Leoparden ging uns dann irgendwann so dermaßen auf den Nerv – kaum kam von einem Fahrer der Hinweis, dort oder da sei das Tier gesehen worden, rasten 20 Wagen genau dort hin und standen kreuz und quer und gewohnt chaotisch rum, so dass allerhöchstens die Besucher im vordersten Jeep ein Fleckchen des Tieres erspähen konnten –, dass wir den Fahrer baten, von der Meute weg zu fahren und uns lieber irgendwo sonst durch den Park zu fahren. Auf diese Safari hatten wir uns zuvor mit am meisten gefreut, waren aber auch im Nachhinein mit am meisten davon enttäuscht.

Das erhoffte Poolieren wurde dann nach Rückkehr ins Hotel zugunsten einer früheren Rückfahrt gen Colombo ebenfalls gestrichen, denn: Es schüttete dann wieder wie aus Kübeln. Nach 4 Stunden Autofahrt (darunter 2 Stunden Autobahn im strömenden Regen) kamen wir wieder am Ausgangspunkt unserer Reise an, wo wir angesichts der Wetterlage (hatte ich es erwähnt: Am Nachmittag schüttete es dann wieder wie aus Kübeln ...) das Angebot der Vermieter annahmen, uns ein einheimisches Abendessen zu besorgen. Und das war eine prima Idee: Man brachte uns verschiedene Schälchen mit Currys und Gemüse und was auch immer sowie eine Platte mit Reis und Nudelnestern, was ausgezeichnet (teilweise et-was scharf ...) schmeckte und zusammen mit 3 Fläschchen Bier wiederum gerade mal 10 Euro kostete.

Und schon lag die letzte Nacht unserer einwöchigen Sri Lanka-Reise vor uns, denn am kommenden Morgen war um 4 Uhr aufstehen angesagt, um rechtzeitig zum Frühflug gen Male am Flughafen zu sein. Also gingen wir recht zeitig nach dem gefühlten 100. Mal Koffer packen in dieser Woche schlafen ... äh, nein, wir gingen ins Bett, denn an Schlaf war in dieser Nacht nicht zu denken. Warum nicht? Weil die Barons das unglaubliche Glück hatten, den ersten Tag in Colombo ja schon zu Neumond anzukommen (ihr erinnert euch?) und am Ende der Reise genau diese eine Nacht des Jahres zu erwischen, in der buddhistische Mönche die ganze Nacht durch ganz Colombo über Lautsprecher mit Sprechgesängen beschallen (vergleichbar mit dem Gesang von Muezzinen bei den Muslimen). Zwischendurch gibt es etwa alle zwei Stunden Böllerschüsse ... nein, an Schlaf war wirklich nicht zu denken.

Mein Fazit:
Sri Lanka hat uns alles in allem als Reiseland sehr gut gefallen – man darf eben nie vergessen, dass man sich nicht wie zuhause in einem Industriestaat mit all seinen Vorzügen (wohl aber auch Nachteilen!) bewegt. Man muss bei so manchem gewisse Abstriche machen, Abstiche, die aber unterm Strich häufig eigentlich völlig belanglos sind und durch ein landschaftlich wie kulturell wahnsinnig abwechslungsreiches Land wett gemacht werden.
Sri Lanka hat uns in der Wahl als Reiseland bestätigt – wurden wir im Vorfeld doch immer wieder auf den Anschlag im Frühjahr, den vor einigen Jahren noch wütenden Bürgerkrieg oder auch auf bettelnde, extrem aufdringliche Kinder hingewiesen. Was soll ich sagen? Bettelnde Kinder haben wir überhaupt nicht angetroffen, wenn ich es recht überlege, hat eigentlich nur ein einziges Mal ein Bettler vor uns gestanden, der aber auch alles andere als aufdringlich war. Vom Anschlag war abgesehen davon, dass nur extrem wenige Touristen auch an den typischen Ausflugszielen unterwegs waren, nichts mehr zu spüren. Und vom Bürgerkrieg sind lediglich noch die eine oder andere Militär- oder Polizeistelle am Straßenrand übrig geblieben. Überall ist man uns aber – z. B. auch bei den obligatorischen Taschenprüfungen an den Tempeleingängen – stets extrem freundlich und positiv begegnet.
Sri Lanka hat uns schließlich auch überrascht, denn wir hatten nicht mit einem so sauberen Land gerechnet. Wir hatten nicht erwartet, dass uns die Mentalität der Einheimischen so angenehm wäre –wohin wir auch kamen, wurden wir freundlich und mit einem Lächeln oder auch schon mal im Vorbeifahren durch Winken gegrüßt. Und dass wir auf Elefanten treffen würden, hatten wir erwartet, nicht aber die wild lebenden Pfauen, die uns fast täglich wieder fasziniert haben. Es könnte also durchaus sein, dass wir irgendwann einmal wieder nach Sri Lanka reisen.

Ach übrigens, habt ihr es bemerkt? Es gab nicht einen Tag, an dem es nicht spätestens ab 14 Uhr wie aus Kübeln geschüttet hätte. Nun ja.

Und über den zweiten Teil unseres Urlaubs berichte ich dann separat ... der Bericht wird dann allerdings deutlich kürzer, versprochen, aber durchaus mit der einen oder anderen Überraschung gespickt ausfallen. Und jetzt ... eine kleine Auswahl aus den knapp 1000 geschossenen Fotos:

Die glücklicheren Tiere im Elefantenwaisenhaus.


Ab durch die Einkaufsstraße und hinein ins feuchte Nass!








Typische Opfergaben, mit denen man sich z.B. Glück und Gesundheit wünscht.

Das - ist - kein - Pony.



Typische Ladenzeile.

Links: Zweiräder. Rechts: Dreiräder. Alles klar, oder?






Gewürznelken.

Reife Muskatnuss.
Seltener Anblick: Geordnetes Parken.

Nun ja, man kann es ja mal behaupten.




Es geht nichts über einen nahe gelegenen Parkplatz, es könnte ja bald schütten wie aus Kübeln.

Mein Lieblingsfoto.

Getrockneter Fisch.

Und frischer Fisch.

Irgendwo unterwegs im Hochland.




Elefantenversteck.


Auch ein schöner Rücken kann entzücken!

Das letzte Abend-Mahl.