Samstag, 16. Oktober 2021

13/2021 • Warme Hände

Oder: Etwas ausgefallene Stulpen. 

In den letzten Tagen habe ich mich mit verschiedenen Stulpenanleitungen (alle kostenlos auf ravelry zu finden) herumgeschlagen. Ja, herumgeschlagen deshalb, weil ich nach der deutschen Übersetzung gestrickt habe und leider viel zu spät bemerkt habe, dass es da ein englisches Original gegeben hätte, das nicht ganz so unklar gewesen wäre. Nun ja, ich hab teilweise ein wenig improvisiert, so dass alle Stulpen tragbar wurden. 

Zum einen waren da noch mal Stulpen nach der Anleitung „Alle 8-tung“, dieses Mal mit dickerer Wolle (6-fach Sockenwolle) und 3,5er Nadeln. Das ging fix und die Größe passt nun auch erwachsenen Händen. Zum anderen habe ich „Circle Mitts“ ausprobiert, ebenfalls eine Konstruktion, bei der man am Daumen beginnt und dann erst mal in Runden strickt. Zum Schluss müssen dann noch oben und unten Keile gestrickt werden - die habe ich aber improvisiert, da ich an der Stelle dann aus der Anleitung ausgestiegen bin. Diese Stulpen sind aus normaler Sockenwolle mit 2er Nadeln gestrickt. 










Sonntag, 3. Oktober 2021

12/2021 • Sternenkissen

Oder: Für einen weichen Start ins Leben. 

Ich habe neulich in einer Ravelry-Gruppe eine Portion meiner Strickzeit verlost - die Teilnehmerinnen sollten ihren Wunsch samt Anleitung nennen und mir im Gewinnfall diese samt Wolle zukommen lassen. Ich wollte das Stricken übernehmen. Es wurden die unterschiedlichsten Sachen von Socken bis Strickjacke gewünscht. Gezogen habe ich das Los für ein Sternenkissen, das sich eine junge Mutti für ih wenige Monate altes Baby gewünscht hat. Der zweite Preis ging an den Wunsch einer anderen Dame, die sich fingerspitzenlose Fingerhandschuhe wünscht. 

Die Wolle für Wunsch 1 kam innerhalb weniger Tage inklusive Füllwatte und Motivationsschoki bei mir an und genauso schnell war sie auch vernadelt. Und weil noch ein passables Restchen von der Wolle übrig war, habe ich einen unifarbenen Rest aus meiner Kiste dazu genommen und für die kleine Maus noch ein Paar Babyschuhe gestrickt. Am Ende war nicht mal mehr ein ganzer Meter von der Wolle übrig. 

Das Paket ist inzwischen angekommen und hat offensichtlich für viel Freude gesorgt. Jetzt kann ich mich dann an Wunsch Nr. 2 machen. 

Nachtrag:
Die Anleitung namens Asterisk bekommt man kostenlos auf ravelry 😉








Sonntag, 26. September 2021

11/2021 • Silent Sea

 Oder: Eine Stola für unbekannt.

Ja, ihr lest richtig, ich kenne die Dame nicht, für die ich diese Stola genadelt habe. Aber sie war auf der Suche nach jemandem, der ihr aus einem Wollmeisen-Lace die Stola "Silent Sea" (Anleitung auf ravelry, kostenpflichtig) strickt. Da ich gerade Zeit und nichts Neues auf den Nadeln hatte, habe ich mich kurzentschlossen gemeldet. 

Zunächst hatte ich mit einigen Wochen Strickzeit gerechnet. Aber das Muster ließ sich so wunderbar stricken – nicht zu langweilig, nicht zu anstrengend – dass ich in sagenhaften 2,5 Wochen das ganze Lace mit NS 3,25 mm verstrickt hatte. Die Stola wurde nach dem Waschen ca. 2 m lang und 60 cm breit. 







Mittwoch, 22. September 2021

Tagetes, so weit das Auge reicht

 Oder: Orangefarbenes Blütenmeer.

Neben einem meiner Versuchsfelder sind derzeit wieder Tagetes zur Nematodenbekämpfung in voller Blüte. Heute konnte ich daran nicht vorbeigehen, ohne einige Blüten abzuzwicken, die ich zuhause dann zu einem duftenden Kranz gesteckt habe. Ich hoffe, sie halten möglichst lange.









Sonntag, 12. September 2021

10/2021 • Blauer Halsschlauch

 Oder: Damit der Hals auch warm bleibt ...

... habe ich aus den Resten vom kürzlich vorgestellten Pulli noch einen Halsschlauch gestrickt. Das Muster ließ sich prima arbeiten und so war ich innerhalb kurzer Zeit am Ende der Wolle und mit dem Halswärmer fertig. Dieser darf jetzt in die Vorratskiste für die Sternstundenverkäufe wandern. 

Apropos Sternstunden: 

Leider ist im Moment vielerorts noch nicht sicher, ob und wie Märkte stattfinden können. Teilweise sind schon Ausschreibungen draußen, teilweise noch nicht. Bei den bislang sicher geplanten Märkten führt leider die veränderte Platzeinteilung zur Gewährleistung vorgeschriebener Abstände dazu, dass die Standmieten sehr teuer sind. Gleichzeitig kann man sicherlich überhaupt nicht einschätzen, wieviele kaufwillige Besucher dann auch kommen werden, so dass das Risiko, auf den Kosten bei leeren/kläglich gefüllten Kassen sitzen zu bleiben, vergleichsweise hoch ist.

Der eine oder andere Veranstalter hatte uns ja in den vergangenen Jahren durch Erlassen der Standmiete unterstützt. Von diesen Veranstaltern habe ich bisher aber leider noch keine Info, ob deren Märkte überhaupt stattfinden können. Bei einem Weihnachtsmarkt habe ich mich/uns beworben, bislang aber weder Zu- noch Absage bekommen, da besteht also noch Hoffnung. 

Das alles macht mich im Moment etwas ratlos, da ich ja nun doch etliche Stücke in den Koffern liegen habe, die unters Volk gebracht werden wollen. Vielleicht findet sich ja noch eine Lösung ...





Sonntag, 15. August 2021

09/2021 • Schnellschuss

Oder: Eine lange Bahnfahrt stand bevor … 

Wie heißt es so schön: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Ich habe ja schon häufiger von unseren Reisen erzählt, aber dass ich mal über eine Dienstreise nach Bonn berichten würde, hätte ich ja nicht gedacht. 

Vor drei Wochen fiel mir also am Donnerstag siedend heiß ein, dass ich am Dienstag darauf eine lange Bahnfahrt von München nach Bonn vor mit hatte und ich da etwas „hirnfreies“ zu Stricken brauchte, da meine Chefin noch diverse Dinge auf der Fahrt besprechen wollte. Alles, was zu der Zeit angestrickt war, taugte nicht: zu viele Knäuel auf einmal, zu aufwändiges Muster … Also habe ich mir ein sehr gut abgelagertes Garn aus dem Keller gefischt und schnell entschlossen einen Rundpassenüberwurf mit einem Chart von einer russischen Internetseite angenadelt. 

Bis zur Reise war die Musterpasse fertig, so dass ich im Zug gedankenfrei glatt rechts rundeln konnte. Auf der Hinreise kam ich - dank ausgefallenen ICEs und dadurch längerer Fahrt im Eurocity - gut voran. Noch besser ging es allerdings auf der, *räusper*, schnuckeligen Heimfahrt. Da hat sich die Bahn nämlich wieder einmal selbst übertroffen. 

Aber von vorne: Um nach der Tagung mit meiner Chefin, die einen Folgetermin im Fränkischen hatte, noch etwas nachkarteln zu können, hatte ich einen Zug über Würzburg nach Nürnberg und weiter nach Hause in den Nachbarort gebucht. Schon im Vorfeld bekam ich die Info per Mail, dass ich einen Teil der Strecke gegen Ende der Reise wegen einer Bahnhofssperrung (Baustelle) eine Stunde lang im Schienenersatzverkehr zurücklegen müsse. Dadurch war also die Zugbindung an das Ticket aufgehoben und ich suchte mir eine Rückreise über Mannheim - Stuttgart - München aus. So weit, so gut. 

Als ich am Heimreisetag dann am Bahnhof in Bonn ankam, stand da an der Anzeigetafel, dass mein neu gewählter ICE ersatzlos ausfiele. Huahahahaaaaa! Der zuerst gebuchte Zug war weg, also musste ich eine neue Route wählen, was für mich als selten Bahnfahrer echt ein Problem darstellte. Mithilfe des Herrn Barons am PC daheim, musste ich am Telefon feststellen, dass die Chancen, noch an jenem Tag nach Hause zu kommen quasi minütlich schwanden: Ein möglicher Zug fiel ebenfalls aus, ein weiterer hatte so viel Verspätung, dass ich in Stuttgart gestrandet wäre, wieder ein anderer fiel aus, weil der Anschusszug ausfiel … zu guter Letzt fanden wir eine Verbindung, die zwar als stark gebucht angegeben wurde (welch Wunder!), die mich aber via Köln nach Mannheim und weiter Richtung München bringen sollte, wo ich dann noch zu uns raus aufs Land kommen sollte. Also habe ich zunächst nach einer Stunde Stricken am Bonner Bahnhof den Zug nach Köln bestiegen.

Ich hatte sogar Glück und bekam ein freies Abteil … bis auch noch eine junge Mutter mit zwei kleinen Kindern reinkam. Jetzt muss ich sagen, dass ich weniger gestresst und von der Situation nach zwei anstrengenden Tagungstagen zum Thema Unkraut in Heil- und Gewürzpflanzen die beiden Kleinen echt nett gefunden hätte. Sie waren friedlich und Mami kam auch der Bitte, ein Buch vorzulesen gleich nach. Tja, aber da war der Haken: Das Buch begann mit „Der Bauer fährt mit der Sämaschine aufs Feld. Die Sämaschine macht eine Furche, in der die Samen abgelegt …. uahahaaaaa genau das hatte ich zwei Tage lang gesehen, gehört, diskutiert … Volltreffer. 

In Köln konnte ich mit wenig Aufwand in den Zug nach Mannheim umsteigen … bis eine völlig überforderte Mutti mit 4 weniger gut erzogenen Zöglingen in den Wagen kam und sich aufführte wie die Axt im Walde. Ich war nicht die einzige, die am liebsten die „Dame“ in hautengen Leggins mit kurzem Rüschenblüschen in Größe 50 samt Nachwuchs nach draußen komplimentiert hätte. Von den MacDoof-Pommes verschmierten Händen und bappigen Colafingern, mit denen das Kind neben mir herumhampelte, mal ganz zu schweigen … ich wollte da rauuuuus! 

Nun gut, immerhin habe ich den Anschluss in Mannheim erreicht (aber nur weil dieser gut 20 Minuten Verspätung hatte). Aus der zuvor gemachten Erfahrung gelernt, recherchierte ich in der Wartezeit am Bahnsteig in der Bahn-App, wo beim Folgezug der Ruhebereich zu finden sei. Dort stellte ich mich hin (und registrierte leicht frustriert weitere Familien mit Kleinkindern …). Da nun aber ein anderer ICE Richtung Stuttgart nun als ausgefallen angezeigt war, kamen noch viele, viele Passagiere mehr auf „meinen“ Bahnsteig, hurra. Ich hatte dann beim Einsteigen tatsächlich Glück, bekam einen Sitzplatz im Ruhebereich und eine sehr feine, ruhige Sitznachbarin. Glück gehabt, zumal die kleinen Kinder von ihren (asiatischen) Eltern sehr gut betreut und zum leisen Kichern angehalten wurden. Das war so nett, dass ich teilweise sogar mitgrinsen musste, auch wenn ich gar nicht wusste, warum die Kleinen gerade in sich rein kicherten. Ab Stuttgart war der Zug dann auch halb leer, so dass ich irgendwann in München den erhofften Anschluss erreichen konnte und mit gerade mal 3 Stunden Verspätung am Bahnhof ins Auto steigen konnte. 

So, lange Rede … so lästig die Fahrt auch war und so viele Nerven mich das auch gekostet haben mag, gestrickt habe ich eine Menge. Und da nach Ende des Körpers noch so viel Garn über war, habe ich kurzentschlossen noch Ärmel angestrickt. 






Freitag, 23. Juli 2021

08/2021 • Schnelle Streifen

 Oder: Fruststricken. 

Das Wetter momentan macht mich ganz knatschig ... nicht nur so allgemein, sondern auch, weil ich einen großen Teil meiner Freiland-Arbeit einfach nicht erledigen kann und immer wieder Leerlauf habe. Das nervt mich irgendwie inzwischen ganz schön. Und so habe ich innerhalb einer Woche einen knapp 600 g schweren Pulli aus einem meiner derzeitigen Lieblingsgarne "DROPS Cotton Merino" mit Nadelstärke 4 mm gestrickt. 

Der Pulli ist dieses Mal auf Anhieb auch noch ganz genau so geworden, wie ich ihn haben wollte: komfortabel weit (ich mag ja oversized), ausreichend lang und mit einem für mich perfekten Ausschnitt. Mit diesem Pulli bin ich so richtig zufrieden. 








Freitag, 16. Juli 2021

07/2021 • Zweimal Überwurf

 Oder: Was für obendrüber ... 

... kann man ja immer brauchen, erst recht bei den aktuell ja eher bescheidenen Temperaturen. Deshalb entstand in einem kurzen Urlaub jetzt ein weißes Kuscheloberteil, das mir zuhause inzwischen schon mehrmals gute Dienste getan hat. 

Außerdem habe ich eine schon mehrfach angestrickte Wollmeise in der Farbe Grandmère endlich zu einem fertigen Oberteil verarbeitet. Leider hatte ein kleiner "Nager" am Garn geknabbert, so dass ich um mehrere Knoten nicht herum kam, was mir künftig eine Lehre sein wird, angefangene Stricksachen nicht ohne Tütenschutz herumliegen zu lassen. Aber auch diesen Überwurf werde ich sicher trotzdem häufig tragen. 








Sonntag, 20. Juni 2021

06/2021 • Loop in grau

Oder: Das Reste-Verwursteln geht weiter. 

Da mir das Zusammenstellen der verschiedenen Reste beim blauen Loop so viel Spaß gemacht hatte, wurde direkt im Anschluss einer in Grautönen angeschlagen. Dieses Mal habe ich über 120 Maschen mit Nadeln der Stärke 3,25 mm gestrickt, bis der Schlauch ungewaschen etwa 1,50 m lang war. 

Diese Farbzusammenstellung gefällt mir direkt noch besser als die blaue, aber da inzwischen auch schon braun auf meinen Nadeln ist, muss ich mich ja noch nicht entscheiden ... 







Sonntag, 6. Juni 2021

05/2021 • Kniedecken Teil II

Oder: Neue Häkeldecken.

Kurz nachdem der erste Schwung an Häkelecken verarbeitet war, erreichte mich das Angebot, weitere gehäkelte Quadrate zu Decken zu verarbeiten. Gespannt öffnete ich kurz darauf das Paket, aus dem ich etwa 350 neue Ecken holte, um sie farblich zu sortieren, zählen und zu Deckensets zusammenzustellen. 

Die ersten Decken sind inzwischen auch fertig. Jetzt brauche ich aber nicht zuletzt einer Entzündung im Ellenbogen wegen eine Häkelpause, bevor die nächsten Ecken zusammengefügt werden können.