Freitag, 5. April 2019

06_2019 • Rasselbande

Oder: Nach der Beauty-Behandlung.

Im Urlaub auf Langkawi wurden unter anderen mehrere Knuddel-Dolls und Knubbelchen fertig ... allerdings mussten sie als "Flachmänner" mit zurück nach Hause reisen, wo sie dann eine gute Portion Innenleben bekamen und im Schönheitssalon Baron etwas aufgehübscht wurden. So können sie mit zum nächsten Sternstundenmarkt am 14. April von 10 - 17 Uhr auf der Bastel- und Hobbymesse in Oberschleißheim kommen. Vielleicht sehen wir uns dort?






Sonntag, 31. März 2019

Sommer, Sonne, Strand und mehr ...

Oder: Die Barons waren wieder mal auf Reisen. 

Lange war es jetzt hier ruhig, aber nicht zuletzt deshalb, weil die Barons in der Zwischenzeit wieder einmal zwei Wochen in Asien waren. Zuerst stand Faulenzer-Bade-Strick-Foto-Leseurlaub auf der kleinen malayischen Insel Langkawi auf dem Programm. Und wie das lange Wort schon sagt, wurden keine großen Ausflüge oder Touren unternommen – wir waren ja schon mehrfach auf Langkawi und hatten die typischen Ausflugsziele alle schon einmal abgegrast ... – sondern die Zeit wurde einfach damit verbracht, was gerade Spaß machte. So hatte ich endlich auch mal wieder Muse zu lesen, was zuhause immer viel zu kurz kommt. Ganz viel Zeit habe ich auch damit zugebracht, auf dem gärtnerisch sehr schön angelegten Hotelgelände herumzustreunern und mit viel Geduld und Ausdauer Vögel und Pflanzen sowie deren Blüten mit der Kamera einzufangen. Naja, und gestrickt wurde natürlich auch, eh klar.

Danach ging es noch für 3 Tage in die Hauptstadt nach Kuala Lumpur, wo der Botanische Garten ganz oben auf dem Programm stand. Außerdem haben wir eine "Glühwürmchen-Bootstour" gemacht ... das war etwas ganz Besonderes. Am Nachmittag wurden wir abgeholt und nach Kuala Sengalor, etwa eine Autostunde vom Stadtzentrum entfernt, kutschiert. Auf dem Weg dorthin gab es einen kleinen, sehr verrückten Stopp an einem "Affenberg" – chaotisch, laut, wuselig und einfach lustig anzuschauen. Danach wurde uns in einem ganz rudimentären Fischerlokal ein kleines, aber extrem leckeres Menü mit Fisch und Krabben und Garnelen und all solchem Getier in feinster Verarbeitung kredenzt. Ok, die Finger mussten danach etwas intensiver gewaschen werden ... sofern ein Wasserhahn auf den stillen Örtlichkeiten denn ein paar Tropfen Wasser aus sich herausquetschen ließ.

Dann ging es endlich auf dem Fluss "Sengalor" aufs Boot. Zunächst sind wir zusammen mit ca. 20 Koreanern – ebenfalls ein lustiges Geschnatter und wir natürlich optisch die Voll-Exoten – auf dem Fluss entlang geschippert und haben verschiedene Vogelschwärme bestaunt. Als es dann aber endlich richtig dunkel wurde, wurde der Motor gedrosselt, wir gingen aufs Vorderdeck und guckten ... und wir staunten nicht schlecht: In den Mangroven entlang des Flussufers leuchteten Tausende, ach was sag ich, Millionen von kleinen Lichtlein. Es sah aus, als hätte jemand das Ufer mit kleinen, blinkenden LED-Lichterketten dekoriert. Ein phaszinierendes Naturschauspiel, das alle an Bord verstummen und einfach nur staunen und genießen ließ. Was für eine friedliche Atmosphäre das war ... richtig schön. Und da sich diese Minilichter nicht fotografieren ließen, musste man gucken, gucken gucken, um möglichst viel davon abspeichern zu können.

Und ich habe mal wieder die Erfahrung gemacht, dass man auch kommunizieren kann, wenn man sich gegenseitig aber so gar nicht versteht oder kennt ... zuerst waren am Nachmittag auf diesem Affenberg ein paar Jugendliche mit ihrem Lehrer, die gerade ziemlich spaßig dabei waren, ein Gruppenfoto auf der Mauer zu produzieren. Da musste ich einfach grinsend zugucken. Als der Lehrer dann fertig war, habe ich unter großem Jugend-Gejohle angeboten, ein Foto mit Lehrer zu machen – ich glaube, er wollte sich da ursprünglich drücken, konnte dann aber natürlich nicht mehr aus. Also haben sich alle inklusive Lehrer wieder in Pose geschmissen und man bedankte sich danach lautstark und extrem höflich für meine Fotografendienste. Einer der Jungs kam dann zu mir her und wollte wissen, woher wir kämen ... äh, Germany, er machte mir in bröckeligem Englisch klar, dass er jetzt so spontan nicht wüsste, was er aus Deutschland kennen könnte – Autos, Bier? Bier! Ja, das war es, das kannte er *grins*.

Aber auch auf der Bootstour hatte ich ein sehr nettes Erlebnis mit einem Menschen, mit dem ich kein einziges Wort wechseln konnte. Mir gegenüber saß nämlich ein alter Koreaner mit einer ähnlichen Spiegelreflex-Kamera, wie ich sie hatte. Blöderweise hatten wir jeweils einen Platz, von dem aus man nicht richtig hinausknipsen konnte. Als das Boot dann das eine oder andere Mal am Ufer entlang vor Kranichkollonien u.ä. langsam dahinglitt, bin ich einfach aufs Vorderdeck geklettert zum Knipsen. Er tat das auch, hielt sich aber höflich zurück, bis ich ihm andeutete, er könne doch gerne zu mir auf diese Stufe sitzen, von wo man wirklich einen ausgezeichneten Blick auf die Tiere hatte. Er nuschelte so was wie "Thank you" und nahm das Angebot in der Folge gerne mehrfach an. Mehr wurde aber nicht gesprochen – zurückhaltender, aber immer sehr streng guckender Mensch, dennoch sehr höflich. Beim Aussteigen aus dem Boot ließ er es sich aber nicht nehmen, ein herzliches, freundliches Grinsen in sein Gesicht zu zaubern und mir sich verbeugend zuzuwinken ... seine Art, sich für meine Rücksicht zu bedanken. Das hat mich wahnsinnig gefreut.

Über die Rückfahrt mit unserem Taxifahrer wollen wir dann mal lieber den Mantel des Schweigens legen ... zwischendurch fragten wir ihn, ob es ihm wohl nicht gut ging, denn die Schlangenlinien und das immer langsamer Werden und Beschleunigen war uns dann irgendwie nicht mehr geheuer. Wir waren ehrlich froh, als wir heil am Hotel angekommen waren.

Inzwischen hat uns der Alltag nun längst wieder eingeholt, meine mitgebrachte Ohrenentzündung ist Vergangenheit, aber der Herr Baron wird mit seinem Souvenir, einem (zum Glück nur leichteren) Bandscheibenvorfall, noch einige Monate Spaß haben ... und jetzt: Achtung, große Bilderflut!


Nachtmarkt in Cengang ... ein sympatisch chaotisch-friedliches Gewusel mit vielen Düften und leckerem Essen. 


Wo man kein eigenes Wort hatte, wurde einfach das englische adoptiert –
allerdings geschrieben wie gesprochen ... es gibt da z. B.  auch die "Polis" 
Fragt nicht, wie lange ich für dieses Foto mucksmäuschenstill unterm Baum gestanden habe ... 
Eher fotogen dagegen war dieser Geselle, dem ich eine halbe Stunde lang von Baum zu Baum gefolgt bin. Ein bisschen lästig war ich ihm vielleicht auf Dauer, aber er hätte ja abhauen können. 

Fast täglich haben auch Adler ihre Kreise über uns gezogen.




Allgegenwärtig waren Eichhörnchen. Immer und überall.









Die Frucht des Leberwurstbaums. Ja, der heißt wirklich so.
Endlich weiß ich, warum dieser Baum "Kanonenkugelbaum" heißt ...!

Sonntag, 24. Februar 2019

05_2019 • Grauer Ringelhalsschlauch

Oder: Für ins Geschäft. 

Der Herr Baron ist ja noch immer total begeistert von seinem rot-weiß geringelten Stadionhalsschlauch. So begeistert, dass er es im Winter doch tatsächlich schon fertig gebracht hat, selbigen zum schwarzen Mantel zum Geschäftstermin anzuziehen ... *hrm. Das geht ja nun irgendwie nicht und daher habe ich mich hingesetzt und aus den Resten verschiedener Teile aus 165 g DROPS Baby Merino einen farblich etwas dezenteren Halsschlauch gestrickt – natürlich völlig uneigennützig, weil jetzt ja zwei Halsschläuche im Hause wohnen und der Herr nur einen Hals hat ... :O)




Freitag, 15. Februar 2019

04_2019 • Stirnbänder

Oder: Wenn's ganz ohne Kopfbedeckung noch nicht geht ... 

... dann tut ein praktisches Stirnband doch immer gute Dienste. Gerade morgens oder abends, wenn die Temperaturen etwas tiefer sind, wärmt so eine "Halbkopfbedeckung" ganz prima.

Gestrickt habe ich die Stirnbänder aus Spendenwolle bzw. aus Resten der gespendeten Wolle, die zuvor schon anderweitig zum Einsatz kam. Eine richtige Anleitung hatte ich dazu nicht, ich habe mich einfach an verschiedenen Fotos orientiert und wie so oft geradewegs drauf los gestrickt.

Die beigen Bänder sind aus einem Alpaka-Garn, das leicht graue, schmale sowie das rote aus dicker Sockenwolle.

Nachtrag: Wegen der großen positiven Resonanz habe ich inzwischen eine Anleitung verfasst. Sie ist auf Ravelry unter dem Namen "Andrea's Bambusa" erhältlich.







Samstag, 2. Februar 2019

03_2019 • Stulpen

Oder: Heute gibt's was auf die Hände.

Die letzten Tage habe ich eifrig an Stulpen gestrickt. Zum einen wurde noch ein Paar Stulpen passend zum gezeigten Loop fertig. Verstrickt habe ich demnach wieder Wollmeisen-Lace, hier mit NS 2,5 mm.

Und danach habe ich gleich im Turbogang die Monatsstulpen für den Januar gestrickt. Fertig geworden sind sie ein klein wenig verspätet, aber jetzt kann ich mich im Anschluss gleich an die Februarstulpen mit der Tüte Nr. 5 machen ... die werden grau.







Montag, 28. Januar 2019

02_2019 • Schlauchloop

Oder: Es wird gerundet. 

In nächster Zeit stehen hier verschiedene runde Geburtstage an. Einer davon ist schon im Februar und dieser liegt mir sehr am Herzen. Daher musste auch ein besonderes Geschenk her. Ein rundes.

Da ich absolut sicher weiß, dass das Geburtstagskind Handgestricktes mag und sehr zu schätzen weiß, habe ich kurz vor Weihnachten einen Schlauchloop aus 234 g Wollmeisen-Lace in ganz dunklem (schier unfotografierbarem) Petrolblau angeschlagen. Und dann ging es mit NS 3,0 mm immer schön frei Schnauze im Mustermix voran.

Das Stricken war wunderbar abwechslungsreich, das Garn ist noch immer einer meiner großen Favoriten und das Modell gefällt mir jetzt fertig so gut, dass ich bereits darüber nachdenke, ob ich für den nächsten Winter womöglich auch "so was" unbedingt brauchen könnte. Ein passendes Lace würde sich in meinem Wollevorat garantiert finden.

Und weil noch ausreichend Garn übrig ist, wird jetzt noch ein Paar passende Stulpen genadelt. Ich bin dann mal stricken ...

Achtung, Bilderflut!