Freitag, 31. Mai 2024
Altes Sofa neu gestylt
Mittwoch, 20. März 2024
03/2024 • Aranpulli
Oder: Was lange währt ...
... wird irgendwann auch fertig. Oder so ähnlich. Den heutigen Pulli habe ich im Februar 2022 angeschlagen, nachdem ich die Wolle dazu bereits im Februar 2021 im Sale bei der Wollmeise gekauft hatte. Die Farbe hatte es mir dort sofort angetan, und da ich mehrere Stränge davon bekommen konnte, fiel die Entscheidung auf einen Pulli mit vielen Zöpfen und Co. (keine Anleitung, Muster selbst zusammengestellt, frei Schnauze).
Am Anfang lief das auch ganz gut, aber je näher ich der Abtrennung für die Ärmel kam, desto zögerlicher lief es, denn ich hatte keine vernünftige Idee, wie ich Ärmel/Schulter/Ausschnitt stricken sollte. Und dann lag der Anstrick erst mal eine Weile. Eine längere Weile. Irgendwann im letzten Spätsommer nahm ich das dann wieder aus der Tasche und dachte eine ganze Zeit darüber nach, alles wieder aufzutrennen. Aber dafür steckte eigentlich auch schon zu viel Arbeit drin. Also überwand ich meinen inneren Schweinehund und beschloss, das Teil "irgendwie" fertig zu machen.
Das ging dann, wie das in solchen Fällen ja häufig ist, auch unerwartet fix. Keine 3 Wochen später war der Pulli "so weit" fertig, bis ... ja, bis er ins Entspannungsbad kam und sich zum Sack mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel verformte. Mift! So lag er dann wieder ein paar Wochen, bis ich mich aufraffen konnte, zumindest mal für den Ausschnitt eine Lösung zu suchen. Nun ja, und lange Rede ... das ist draus geworden:
Freitag, 8. März 2024
02/2024 • Rundpasse trifft Reißverschluss
Oder: Es war anders gedacht ...
Beim Durchblättern eines meiner Musterbücher bin ich vor einigen Wochen über eine Rundpasse gestolpert, die mir auf Anhieb sehr gut gefiel. Ein Blick in den Wollvorrat zeigte dann auch gleich: Es kann stante pede losgehen, passende Wolle ist im Haus.
Eine Maschenprobe war schnell gestrickt und so entstand nach und nach der Pulli mit der japanischen Rundpasse. Schon während des Strickens hatte ich mir Gedanken über die Lösung oben am Ausschnitt gemacht und wollte gerne einen Stehkragen mit Reißverschluss haben. Das hat auch eigentlich wunderbar funktioniert. Eigentlich.
Denn als der fertige Pulli dann gewaschen war, passierte das, was mir trotz Maschenprobe (gewaschen) immer wieder passiert: Das große Teil verhielt sich einfach anders als die kleinere Probe, die in diesem Fall gar nicht so klein war. Die Wolle ließ enorm an Spannung nach und der Pulli wurde weiter (das war ok, er saß eh relativ körpernah) und etwas länger – auch noch im Rahmen. Was aber gar nicht mehr schön war: der "Steh"kragen. Der stand nämlich nicht mehr, sondern hing schlapp zur Seite. Na prima.
Jetzt bleibt das aber so, denn den Reißverschluss werde ich im Leben nicht mehr raustrennen. Ich habe zum ersten Mal im Leben einen Reißverschluss in etwas Gestricktes eingenäht und war überglücklich, weil das mit viel Geduld und noch mehr Sorgfalt sogar faltenfrei und einigermaßen ordentlich (fürs erste Mal ...) gelungen war.
Vielleicht stricke ich dieses Modell ja noch mal mit einer anderen, stabileren Wolle. Vielleicht.
Samstag, 10. Februar 2024
01/2024 • Wendemütze
Oder: Zwei in eins und doppelt warm.
In den letzten Wochen haben mich zwei Prüfungen ein wenig mehr von der Freizeit abgehalten, als ich gerne gehabt hätte. Aber man kann halt nicht alles haben.
Trotzdem wurde so nebenbei eine Wendemütze fertig, die mir selbst so gut gefällt, dass ich mir für den nächsten Winter vielleicht auch eine solche stricken werde. Dieses Exemplar ist aus gespendeter Wolle und kommt daher bis zum Herbst in den Spendenkoffer. Möglicherweise kommen da ja auch noch zwei, drei weitere dazu. Ganz sicher sogar.
Verarbeitet habe ich Sockenwolle mit NS 3,0 mm. Durch das "doppelt doppelte" Bündchen ist die Mütze an den Ohren vor allem schön dick und warm. Sehr praktisch.
Nachtrag:
Die Anleitung für die Wendemütze ist kostenlos auf ravelry zu finden.
Donnerstag, 21. Dezember 2023
Sternstunden 2023
Oder: Die Saison ist (leider etwas vorzeitig) zu Ende.
Vorzeitig zu Ende deshalb, weil ich krankheitsbedingt leider die Reise in die Heimat jetzt über die Weihnachtstage und somit auch den Markt in Ettlingen bei Karlsruhe absagen musste. Ich bin sehr traurig darüber – aus mehreren Gründen – aber krank ist halt nun mal krank, da beißt die Maus keinen Faden ab. Trotzdem können wir wieder auf eine entsprechend erfolgreiche Verkaufssaison zurückblicken.
Angefangen hatte es bei der Herbstdult in Neufahrn (Freising), wo wir bei fast noch sommerlichen 18 Grad und Sonnenschein doch eine ganze Menge Sachen verkaufen konnten. Für unsere Waren sind ja winterliche Temperaturen eigentlich immer verkaufsfördernder.
So winterlich wie beim Christkindlmarkt in Neufahrn dann am ersten Adventswochenende hätte es allerdings auch nicht sein müssen. Das war das Wochenende, an dem im Großraum München landunter war, da über Nacht ein halber Meter Schnee gefallen war. Zu unserem Glück wurde der Markt nicht wie viele andere abgesagt, auch wenn das bedeutete, dass wir vor Ort erst einmal unsere Hütten freischaufeln mussten. Nachdem ich in der Früh ja schon unsere Einfahrt zu schippen gehabt hatte, war das dann eigentlich schon genug Sport für ein Wochenende. Aber dann ging es ja erst richtig los mit dem Aufbau – bei anhaltendem Schneefall und bitterer Kälte. Es war nicht schön. Gar nicht schön.
Immerhin hörte es dann am Samstag Nachmittag auf zu schneien und die Besucher kamen. Und kauften. Genauso war es am erneut bitterkalten Sonntag, der uns wirklich so einiges an Kraft abverlangte. Das rege Interesse und die Kauffreude der Besucher entschädigte allerdings für vieles. Besonders gut gingen an diesem Tag warme Socken, Stulpen und Kinderhandschuhe über die Theke. Und als wir nach einem erneuten Kraftakt beim Abbau am Abend schließlich Kassensturz machten, waren wir zwar immer noch total ausgelaugt und müde, aber glücklich: Der Geldbeutel enthielt einen richtig schönen vierstelligen Betrag. Damit hatten wir nicht gerechnet!
Der letzte Einsatz in diesem Jahr fand Anfang dieser Woche an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf statt, wo ich seit nun fast 2 Jahren arbeite. Dort hatte ich große Unterstützung von unserer Institutsleitung, so dass ich schließlich einen recht großen, für unsere Zwecke perfekten Raum anmieten durfte, um einen Tag lang unsere Waren anzubieten. Ich war im Vorfeld sehr gespannt, wie die Aktion wohl angenommen würde, da ich nicht einschätzen konnte, ob da mehr als meine direkten Kolleginnen vorbeikommen würden, auch wenn offiziell wirklich an der gesamten Hochschule Werbung gemacht worden war.
Und auch da wurde ich extrem positiv überrascht: Gerade über die Mittagszeit nutzten zahlreiche Mitarbeiter (in der deutlichen Mehrheit Mitarbeiterinnen ;O) die Gelegenheit und kauften kräftig Weihnachtsgeschenke für sich oder die gesamte Verwandtschaft ein. So waren wir dann am Abend erneut glücklich, als wieder ein vierstelliger Betrag zum Vorschein kam. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass der Verkauf in einem Innenraum für uns quasi purer Luxus war, kann diese Aktion als rundum gelungen bezeichnet werden, und ich hoffe (und habe auch schon positive Signale bekommen), dass wir das im kommenden Jahr wiederholen dürfen.
Bevor ich jetzt das Endergebnis verrate, möchte ich mich erst noch einmal bei allen bedanken, die uns in irgendeiner Weise unterstützt haben:
- Danke an alle Strickerinnen, die wieder das ganze Jahr über viel, viel Zeit und gute Wolle investiert haben
- Danke an alle Spenderinnen, die mit umfangreichen Wollspenden ihren Beitrag geleistet haben
- Danke an alle Veranstalter und Verantwortlichen der Hochschule, die uns durch stark reduzierte Standmieten die Möglichkeit geboten haben, unsere vielen bunten Sachen zu verkaufen
- Danke an alle, die etwas bei uns gekauft und so dafür gesorgt haben, dass der enorme Aufwand der zuvor Genannten in Zahlen umgemünzt werden konnte
- Und einen ganz besonders dicken Dank an meine treue Verkaufshelferin Angelika, die dieses Jahr mit mir zusammen jeden Auf- und Abbau sowie die vielen Verkaufsstunden bei Wind und Wetter durchgehalten hat. Dazu kamen dann zeitweise auch meine Chefin und Angelikas bessere Hälfte, die vor allem beim kräftezehrenden Weihnachtsmarkt in Neufahrn tatkräftig mit abgebaut haben, sowie der Herr Baron, der geduldig wochenlang offene Koffer und Kisten im gesamten Haus ohne zu murren ertragen und uns abends zumeist mit unserem Sternstunden-Aktionsstandardessen (Schnitzel mit schlesischem Kartoffelsalat) ;O) verwöhnt hat.































