Samstag, 9. April 2022
05/2022 • Pariser Tango
Mittwoch, 9. März 2022
Thailand in Coronazeiten
Oder: Endlich mal wieder eine Reise!
Im Februar hatte ich wegen eines Jobwechsels 4 Wochen Urlaub und da haben wir es gewagt, endlich wieder einmal weiter zu verreisen. Wir hatten noch aus 2020 einen Reisegutschein, da wir damals unsere Thailandreise stornieren mussten - den wollten wir, nachdem seit Spätjahr 2021 eine Einreise bedingt wieder möglich war, nun einlösen, bevor er gegen Jahresende dann verfallen wäre. Wir konnten auch das damalige Hotel wieder buchen, das uns so kulant entgegengekommen war. Bis zu dem Tag, an dem das Einreiseprogramm Anfang diesen Jahres plötzlich in Thailand wieder geändert wurde und nur noch eine Einreise in bestimmte Gebiete, zu dem Zeitpunkt ausschließlich Phuket, möglich war. Also haben wir schweren Herzens das Hotel umgebucht auf ein Hotel in Phuket ... alles ein wenig verwirrend.
Die Anreise verlief dann auch einigermaßen problemlos. Im Vorfeld musste ein PCR-Test gemacht werden, bei Ankunft in Phuket konnte man den Flughafen nicht verlassen, ohne einen weiteren PCR-Test zu machen. Dann wurde man paar-/familienweise im eigenen Taxi zum Hotel gebracht. Dort einchecken und aufs Zimmer ... Zimmerkarte und Reisepässe wurden allerdings an der Rezeption einbehalten, bis vom Testzentrum am Flughafen ca. 6 Stunden später das Ergebnis übermittelt war. Ab dann konnte man sich in der Umgebung auf Phuket frei bewegen, immer mit Maske versteht sich.
Und was uns wirklich als erstes auffiel: Alle Einheimischen trugen immer und überall Maske, selbst auf dem Moped hatten sie noch eine Maske auf. Allein viele Touristen im "berüchtigten" Patong, an dessen Rande unser wirklich sehr gutes Hotel lag, glaubten, sich nicht daran halten zu müssen, was aber auch nicht geahndet wurde von den patroulierenden Dorfpolizisten, die gelegentlich mal vorbei kamen. Im Freien und solange Abstände gewahrt werden konnten, sah man das etwas lockerer.
Allerdings war das gerade zu Abendessenszeiten auf den Straßen in Patong nicht immer ganz so einfach. Es waren zwar insgesamt sehr wenige Touristen da (Auslastung geschätzt zwischen 10 und 15 %), aber wer in den letzten Jahren schon einmal in Patong war, kennt den "thailändischen Ballermann". Ich war streckenweise direkt entsetzt, welche Ausmaße das seit unserem Urlaub vor etwa15 Jahren in der Gegend angenommen hatte. Zwischen all dem Sex- und Sauftourismus fühlten wir uns nicht so recht gut aufgehoben. Da wir in "weiser" Voraussicht aber ein Zimmer mit eigenem Poolzugang gebucht hatten, verzichteten wir auf den Trubel am Strand, konnten uns sehr gut separat halten und genossen die Ruhe auf unserer kleinen Terrasse an einem etwas abseits am Hotel gelegenen Pool. Den ganzen Tag hatten wir unser Schattenplätzchen direkt am Zimmer, was will man mehr? Wir machten eben das Beste aus den Möglichkeiten, Ausflüge hatten wir zum Reduzieren vor allem auch fremder Kontakte ohnehin bereits vom Urlaubsplan gestrichen. So blieb richtig viel Zeit zum Lesen, Hörbücher hören und natürlich Stricken. Dazu aber ein andermal mehr.
Nach 5 Tagen mussten wir einen weiteren PCR-Test machen. Und ich sage es mal so: Wenn wir uns zu dem Zeitpunkt überhaupt irgendwo hätten anstecken können, dann dort in diesem Parkhaus, wo zig Touristen aus aller Herren Länder in den Schlangen standen und auf ihren Test warteten. Eine nicht ganz so lustige Sache, aber da mussten wir durch und es ist ja zum Glück auch alles gut gegangen. Wieder zurück im Hotel kam dem Herrn Baron plötzlich eine Idee: Sofern der PCR-Test am 5. Tag negativ war, durfte man ab dem 7. Tag frei in ganz Thailand reisen ... warum also nicht das Hotel wechseln und ins Wunschhotel in Khao Lak weiterreisen? Was zunächst ein wenig unrealistisch klang, da wir mit hohen Stornokosten gerechnet hatten, erwies sich auf Nachfrage an der Rezeption dann als völlig problemlos.
Gesagt getan, haben wir also nach einer Woche in Patong das Quartier gewechselt in ein Öko-Hotel in Khao Lak ...
... und landeten im Paradies.
Auch hier hatten wir ein Zimmer mit direktem Poolzugang. Allerdings waren hier lediglich 3 weitere Zimmer an diesen Pool angeschlossen, von denen die meiste Zeit eh maximal ein weiteres belegt war. Sprich: Wir hatten unseren kleinen Pool, gelegen am oberen Ende eines Hanges, von dem dann kaskadenartig weitere Poos bis ganz nach unten auf Meereshöhe folgten, unter riesigen alten Bäumen, in denen viele Vögel, Echsen und Hörnchen sich tummelten, quasi für uns allein. Wo man hinsah, war es grün, grün und noch mal grün. Die ganze obere Hotelanlage wirkte, wie in einen alten Wald hineingebastelt. Keine hohen Gebäude, dafür viele viel höhere Bäume, Farn wohin man schaute. Alles eher natürlich gehalten, es sah also weniger nach "gepflegter Parkanlage" als nach wildem, aber durchaus pflegeintensivem Naturgarten aus.
Das allerdings war das größte Problem des Herrn Baron: Die Baronin hatte nämlich binnen weniger Minuten das "Plameco-Syndrom" (kennt ihr diese Werbung, wo alle nach oben glotzen?) und kam entsprechend nur sehr langsam von der Stelle (ich frage mich, wie die in der Werbung da so schnell gehen können!). Schließlich gab es ständig irgendwelche interessanten Vögel oder Streifenhörnchen oder fliegende Echsen oder, oder, oder da oben zu sehen und zu hören. Das Beste daran war für mich dann wiederum, dass ich hier endlich auf meine geliebten Foto-Safußis gehen konnte. Nach dem Frühstück habe ich also häufig meine Kamera geschnappt und bin meist so 1,5 bis 2 Stunden übers Hotelgelände, am Strand entlang bis zu den Enden der Bucht oder auch am Ortsrand entlang gestromert, immer auf der Suche nach schönen, interessanten Motiven aus Pflanzen- und Tierwelt, so dass dann schließlich doch noch eine ordentliche Sammlung an Urlaubsfotos zusammenkam.
Meine allergrößte Sorge im Vorfeld dieser Reise war ja die Angst vor einer Quarantäne dort in Thailand gewesen. Zum Glück ist aber bei der Anreise alles gut gegangen und vor Ort konnten wir das Risiko einer Ansteckung durch vernünftiges Handeln und wenig Kontakte zu größeren Menschenmengen sehr gut selbst regulieren, auch wenn das in gewissem Umfang auch Verzicht auf gewohnte Urlaubsgewohnheiten bedeutete. Wir waren aber sehr froh, im Rahmen des sinnvoll Möglichen einen wirklich sehr entspannten und entspannenden Urlaub verbringen zu können.
Aus meiner doch ganz ordentlichen Sammlung an Fotos möchte ich euch ein paar ausgesuchte Bilder nun hier noch zeigen und kann euch so hoffentlich auch ein wenig Sonne mitbringen:
Donnerstag, 24. Februar 2022
04/2022 • Couroupita
Oder: Ein Musterpulli aus Wollmeise Twin.
Seit ein paar Tagen bereits ist mein neuer Pulli aus einem Teil der Wolle fertig, die ich beim Sale der Wollmeise im Herbst erstanden hatte. Gestrickt habe ich den Pulli ohne Anleitung als RVO mit einem Muster aus einem japanischen Musterbuch. Das Muster habe ich ein wenig modifiziert. Wollmeise Twin habe ich wie immer mit Nadelstärke 3,0 mm verarbeitet.
Die Farbe ist nicht ganz so leicht einzufangen, das dritte Foto kommt dem Original noch am nähsten.
Samstag, 12. Februar 2022
03/2022 • Fingerstulpen
Sonntag, 16. Januar 2022
02/2022 • Lanesplitter-Rock
Samstag, 8. Januar 2022
01/2022 • Weihnachtsgeschenke
Oder: Erst mal ein gutes neues Jahr!
Irgendwie habe ich vor Weihnachten zwar richtig viel gestrickt, aber total vergessen, Fotos zu machen. Das habe ich dann aber noch nachgeholt und so eröffne ich das neue Jahr zunächst einmal mit zwei Weihnachtsgeschenken:
Für das Nichtenkind gab es ein Set aus spitzenlosen Fingerhandschuhen plus Stirnband in der Lieblingsfarbe lila, was auch richtig gut angekommen ist. Und das Neffenkind bekam entsprechend ebenfalls spitzenlose Fingerhandschuhe zusammen mit einer Mütze, die sicherlich auch noch ein paar Jahre mitwachsen kann.
Die Handschuhe wurden aus Sockenwolle mit NS 2,5 mm genadelt, ebenso das Stirnband. Für die Mütze habe ich die Sockenwolle doppelt genommen und mit NS 3,5 mm gestrickt.
Freitag, 10. Dezember 2021
16/2021 • Fingerhandschuhe ohne Spitzen
Oder: Viele warme Hände.
In den letzten Wochen hat mich das Fingerhandschuh-Fieber gepackt. Aus verschiedenen Spendenwollen, teils reine Merino, teils Sockenwolle, sind 6 Paar Fingerhandschuhe ohne Fingerspitzen entstanden. Die finde ich besonders praktisch, stricke ich aber nur phasenweise gerne. Die Finger sind schon ein ordentliches Gefummel. Im Moment flutscht es aber, so dass sicher noch das eine oder andere Paar dazukommen wird.
Heute ist Sternstundentag beim Bayerischen Rundfunk – leider sind auch dieses Jahr wieder alle Märkte abgesagt worden, so dass unser Spendenbeitrag nicht ganz so hoch ausfällt wie in den Jahren zuvor. Ein bisschen was ist aber trotzdem zusammengekommen, das freut mich sehr. Vielen Dank an alle, die dazu strickender- oder auch wollspendenderweise beigetragen haben!