Dienstag, 15. November 2022

14/2022 • Fingerstulpen

Oder: Warme Finger. 

Die Barons waren Ende Oktober für zwei Wochen in der karibischen Sonne im Urlaub. Leider ging das eine oder andere ein wenig schief, so dass letztlich sehr viel Strickzeit für meinereiner dabei heraussprang. So war es nicht wirklich geplant, aber alles ja auch immer etwas Gutes. 

Glücklicherweise hatte ich ausreichend Wolle im Gepäck, so dass einiges fertig wurde. Den Anfang machen heute diverse Finderhandschuhe ohne Fingerspitzen oder kurz "Fingerstulpen", die ich selbst immer wieder sehr gerne trage. Gestrickt sind sie aus Sockenwolle und weitestgehend nach dem Handschuhlehrgang, den Schachenmayer vor Jahren einmal veröffentlicht hatte. 

Alle drei Paare liegen bereits gut verpackt in den Sternstundenkoffern und dürfen bald mit zu den Märkten reisen. Apropos Märkte … ich hatte dieses Jahr viel Glück und kann mit unseren Waren an 3 Märkten bzw. 7 (!) Tagen mein Glück versuchen: 

Los geht es am ersten Adventswochenende in 

Neufahrn bei Eching/Freising am Marktplatz:
Freitag, 25.11.22 – 17-20 Uhr
Samstag, 26.11.22 – 17-20 Uhr
Sonntag, 27.11.22 – 11-18 Uhr

weiter geht es am zweiten Adventswochenende in 

Ettlingen/Karlsruhe beim Sternlesmarkt auf dem Marktplatz in der Innenstadt:
Freitag, 2.12.22 – 11-21 Uhr
Samstag, 3.12.22 – 11-21 Uhr
Sonntag, 4.12.22 – 11-21 Uhr

Den Abschluss macht dieses Jahr ganz neu (lieben Dank fürs Vermitteln an Babs!)

Weilheim in der Vereinshütte in der Fußgängerzone:
Samstag, 17.12.22 – 10 bis ca. 19:30 Uhr

Wir hoffen natürlich auf sehr viele begeisterte Besucher, die unsere Koffer leerer und die Sternstundenkasse voller machen werden. Vielleicht sehen wir uns? 









Donnerstag, 20. Oktober 2022

13/2022 • Nili-Nachschub

Oder: Das Nilpferd hat einen kleinen Kumpel bekommen. 

Schon vor längerer Zeit hatte ich einmal Nilpferde gestrickt, eines in grau zum Testen und in der Folge zwei bunte zum Verschenken. Und immer hatte ich im Hinterkopf, dass auch das graue mal noch einen Kumpel bekommen müsste. Jetzt war es endlich so weit und ich habe mit viel Spaß drauf los gestrickt, nach Anleitung natürlich, die über Ravelry käuflich erhältlich ist. 

Kaum fertig, haben die beiden auch schon im Baronschen Garten Unfug getrieben ... 








Donnerstag, 6. Oktober 2022

12/2022 • Warmer Halskragen

Oder: Aus zwei mach eins. 

Kürzlich erreichte mich ein Spendenpaket mit wunderbaren Wollknäulchen ... teils einzelne Reste, teils etwas größere Mengen, die sicherlich nach und nach zu Waren für unsere Spendenkoffer werden werden (blöd so doppelt, dürfte aber wohl so rein grammatikalisch stimmen, wenn man den Satz nicht umformulieren möchte). Nun, zurück zum Spendenpaket. Unter anderem waren darin zwei Bobbel aus einem feinen Merino-Seidengemisch, die wohl schon einmal verstrickt, aber wegen Nicht-Gefallens (leider) wieder geribbelt wurden. 

Da ich für eine längere Bahnfahrt letzte Woche ein simples Gestrick brauchte, habe ich mir gleich einen dieser beiden Bobbel geschnappt, ein passendes, hauchdünnes und (nicht von mir) handgesponnenes BFL-Garn dazu gesucht und dann einen einfachen, auf verschiedene Weise tragbaren Kragen angeschlagen. Zusammen habe ich die beiden Garne mit Nadelstärke 3,25 mm verarbeitet und so einen wunderbar weichen, samtigen Kragen bekommen. Nach einem kleinen Entspannungsbad liegt er jetzt im Spendenkoffer und wird hoffentlich auf einem der nächsten Märkte verkauft. 

Liebe Frau K., ich danke noch einmal fürs Paket und bin sicher, dass alle Knäule noch eine gute Verwendung finden werden.

Nachtrag: Hoppla, da habe ich tatsächlich vergessen, die Anleitung dazu hier zu verlinken. Also, es gibt dazu eine kostenlose Anleitung auf Ravelry namens Rio Calina Cowl. In meiner Ausführung habe ich lediglich die Verzopfungen weggelassen, das wäre mir bei diesem schönen Farbenspiel zu viel gewesen. 







Freitag, 30. September 2022

Herbst-Dult war ein voller Erfolg

Oder: Eine Menge Arbeit, aber es hat sich gelohnt. 

Wie angekündigt war ich mit meiner Helferin am Sonntag auf der Herbst-Dult in Neufahrn. Aufstehen um 6 Uhr in der Früh, schnelles Frühstück und dann ging es mit dem bereits am Samstag bis zur Hutkrempe gefüllten Kombi los. Die zugeteilte Hütte war schnell gefunden, die Koffer, Boxen und Kisten waren fix aus dem Auto geräumt. Und dann ging es richtig los: Die Verkaufsfläche musste vorbereitet werden, viele, viele, ja sehr viele Teile mussten aus Tüten und Koffern befreit und attraktiv drapiert werden. 

Ab 11 Uhr kamen die Besucher und zeigten gleich viel Interesse, erst recht, sobald meine Begleiterin Interessierte einlud, unsere Handarbeiten anzusehen, und die dahinter stehende Aktion kurz erklärte. Das hat so manchen Besucher animiert, genauer hinzusehen und schließlich etwas zu kaufen. Und zu allem hatte auch noch Petrus einen guten Tag – entgegen aller Vorhersagen blieb der Regen aus. Selbst die Sonne schien zeitweise. Das war natürlich für die Besucherzahlen und deren Kauflaune durchaus förderlich. 

Am Abend wurde wieder alles in Tüten und Koffer verstaut, was nicht verkauft worden war – die Vorräte für weitere Märkte sind noch durchaus groß und vielfältig. Ein sehr langer Tag ging dem Ende zu. Nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen, das der Herr Baron vorbereitet hatte, wurde die Kasse gestürzt. Und da zeigte sich, dass sich die große Mühe wirklich geloht hatte: So ein gutes Ergebnis konnten wir noch selten an einem Tag erreichen. 

Jetzt ist erst mal ein wenig Markt-Pause und dann hoffe ich auf den einen oder anderen Stand bei verschiedenen Weihnachtsmärkten. Ich wäre dann schon mal gut eingearbeitet und werde die Termine rechtzeitig bekannt geben. 










Donnerstag, 22. September 2022

Herbst-Dult in Neufahrn (FS)

Oder: Endlich wieder unterwegs in Sachen Sternstunden!

Am kommenden Sonntag ist es nach zweijähriger Durststrecke aus bekannten Gründen endlich wieder einmal so weit: Wir werden mit unseren Koffern und Kisten aufbrechen, um einen Tag lang die vielen angesammelten Strickwerke zugunsten der Aktion Sternstunden vom Bayerischen Rundfunk einem hoffentlich zahlreich erscheinenden Publikum anzubieten. 

Wann und wo?

Sonntag, 25. September 2022
11-18 Uhr
Herbst-Dult am Marktplatz in Neufahrn bei Freising

Vielleicht sehen wir uns ja? Dann sprecht mich gerne an!



Freitag, 16. September 2022

11/2022 • Lavendelherzen und Miniknubbelchen

Oder: Die Koffer dürfen gepackt werden. 

Nein, die Barons gehen (leider) nicht auf Reisen. Aber die Sternstunden-Koffer dürfen nächste Woche ein paar Kilometer verreisen: Ich konnte einen Stand bei der Herbst-Dult in Neufahrn bei Freising ergattern und werde mit meinen beiden Helferinnen am 

Sonntag, 25.9.22 von 11 bis 18 Uhr 

am Marktplatz von Neufahrn (Freising)

unsere vielen gesammelten Strickwaren zum Verkauf anbieten. Und wir hoffen natürlich, dass bis dahin das Wetter ein bisschen mitspielt und es nicht gerade wie aus Kübeln regnet. 

Da ist es doch gut, dass gerade auch noch ein paar Kleinteile fertig geworden sind. Zum einen habe ich eine Ration Mini-Knubbelchen genadelt, so dass das eine übrige nicht gar so einsam am Verkaufsstand liegen muss. Außerdem hat mich eine Strickkollegin auf die Idee gebracht, meine im letzten Jahr ausgetüftelte Herzerl-Anleitung ein wenig zu modifizieren und Lavendelherzchen zu stricken. Lavendel hatte ich im Garten schon geerntet, jetzt ist ein großer Teil davon verarbeitet. Beide Artikel habe ich aus Sockenwoll-Resten mit NS 2,5 mm gestrickt und hatte viel Spaß dabei. 






Freitag, 26. August 2022

Erntezeit in Baronien

Oder: Von manchem nichts, von anderem umso mehr ... 

So ist das eben im privaten Hochbeet-Garten. Im einen Jahr hat man mehr Tomaten, als man essen kann, im nächsten eine Gurkenschwemme und im wieder nächsten Jahr kennen die Bohnen kein Halten. In diesem Jahr hat das Wetter – das ist ja immer schuld, nicht? – mit seinen fast durchgängig doch sehr kühlen Nächten dafür gesorgt, dass meine Gurken sehr schnell zu schwach waren, um gewissen Schädlingen (ich vermute Zikaden) Paroli zu bieten. Selbst die noch später direkt gesäten Pflanzen machten binnen weniger Wochen die Grätsche. Also habe ich eine Mexikanische Minigurke, die eigentlich ebenfalls schon ziemlich fertig aussah und in der Arbeit schon beim Kompost-Schubkarren stand, ans Rankgitter gepflanzt. Und was soll ich sagen? Die Pflanze scheint mir die Rettungsaktion danken zu wollen: Sie wuchert inzwischen wie wild in alle Richtungen und liefert Minigürkchen ohne Ende, wobei sie ja botanisch gesehen gar keine Gurke ist. Aber die kleinen traubengroßen und wie Wassermelonen gefärbten Früchte schmecken einfach wie Gurke. Lecker, so direkt von der Pflanze in den Mund ... 

Weil ich grad dabei war, mussten heute auch meine Kirschpaprika dran glauben. Von weitem hatten sie super ausgesehen, aber leider waren nun doch einige nach dem – langersehnten und so wichtigen – Regen am letzten Wochenende aufgeplatzt. Nun ja, die werden jetzt morgen ausgeschnitten, die guten Teile in kleine Würfelchen geschnitten und zum späteren Verkochen eingefroren. 

Eine wahre Freude hingegen waren heuer wieder unsere Birdeye's Chilis. Drei Pflanzen hatte ich angezogen (nein, ich hatte mehr, aber einige Jungpflanzen verschenkt) und in den großen Bottich auf der Terrasse mit Standort "pralle Sonne" gepflanzt. Das tägliche Gießen ließ die Pflanzen sprießen und reichlich Blüten und im Anschluss Früchte produzieren. Die hatten nun einige Wochen einen äußerst dekorativen Wert, heute habe ich die Schere angesetzt und sage und schreibe 223 kleine Chilis abgeschnitten. Und weil die so verdammt scharf sind, werden die wie schon in den vergangenen Jahren getrocknet und irgendwann im Herbst dann in einer uralten Kaffeemühle fein zermahlen, so dass das Essen in Baronien auch im nächsten Jahr wieder einen rechten Pfiff bekommt. 

Und weil ich gerade dabei war, habe ich auch noch ein paar Kräuter abgeschnitten, die ich morgen ebenfalls für die Winterzeit zerhäckseln und in Öl konservieren möchte, um beim Kochen dann für Soßen etc. immer "frische Kräuter" zur Hand zu haben. Mal sehen, ob das klappt. 

Über zwei Pflanzen in meinem kleinen Garten freue ich mich übrigens momentan ganz besonders: Zum einen begrüßt uns ein 2015 gepflanzter Riesenhibiskus (Grüße an die Klöpplerinnen aus KA!) seit Tagen täglich mit neuen Mega-Blüten. Die sind einfach gigantisch. Zum anderen hatte ich im Frühjahr von einer Kollegin, die ich nach Borretsch-Samen gefragt hatte, ein Tütchen mit 30 Jahre (!) altem Saatgut bekommen. Grinsend meinte sie: "Das war alles, was noch vorrätig war, ich hab mal ein bisschen mehr abgepackt, schau' einfach mal, ob da noch was lebt." Beide waren wir uns einig, dass die Keimrate wohl gegen Null gehen dürfte. Aber die Natur gibt ja nicht so leicht auf und zwei meiner 50 ausgesäten Körner sind tatsächlich zum Keimen gekommen. Im Hochbeet brauchten sie dann eine gewisse Anlaufzeit, aber letzte Woche war es endlich so weit: Die erste Blüte hat ihr blaues Krönchen gezeigt. Ist das nicht eine tolle Sache, diese Natur?










Samstag, 6. August 2022

10/2022 • Warme Füße

Oder: Die Koffer füllen sich wieder. 

In der Hoffnung, dass wir dieses Jahr wenigstens den einen oder anderen Weihnachtsmarkt mit unseren Sternstunden-Koffern besuchen gehen können, habe ich in den letzten Tagen zwei Paar Socken gestrickt. Sie sind beide in der Größe 38/39, einer unserer meistverkauften Größen vor allem bei Damensocken. 

Ich hatte beim Stricken nicht auf den Rapport geachtet, aber wie es ein ganz großer Zufall wollte, sind beim zweiten Paar tatsächlich zwei exakt identische Socken herausgekommen. So einfach kann es sein. 








Mittwoch, 6. Juli 2022

09/2022 • Topfüberzieher

Oder: Schnickschnack für den Gartentisch.

Auf meinem Tisch auf der Terrasse im hauseigenen Dschungel hatte ich zu Sommerbeginn einen Kubanischen Oregano sowie eine Duftgeranie abgestellt. Dekorativ sollten sie sein und – hoffentlich – eventuell vorbeikommende Mücken abwehren. 

Ob sie Mücken abwehren, weiß ich noch nicht, so viele gibt es davon zum Glück dieses Jahr bei uns noch nicht trotz regelmäßiger Feuchte im Wechsel mit ordentlich warmen/heißen Tagen. Aber dekorativ waren sie unterhalb der Blattgrenze mal definitiv nicht. Ein normaler Übertopf kam nicht in Frage, da ich nicht riskieren will, dass die Pflanzen mangels Beachtung länger im Fußbad stehen, falls es mal einige Tage am Stück regnen sollte. Also musste irgendwas her, das unten offen ist. Und da kam dann eine Sockenwolle mit Baumwollanteil ins Spiel, die ich kurzerhand und frei Schnauze zu zwei Überziehern verstrickt habe. Ich finde, das sieht wenigstens ein bisschen besser aus als der rote und schwarze Plastiktopf darunter. 




Dienstag, 28. Juni 2022

08/2022 • Sommerliches Obendrüber

Oder: Für kühlere Sommertage.    

Ich stelle fest, dass ich derzeit nur wenig zum Stricken komme. Zum einen liegt das am neuen Job, der mich zwar nicht zeitlich, aber dafür gedanklich stark in Anspruch nimmt. So sitze ich oft noch abends da und sinniere über mögliche Versuchsaufbauten, so dass ich dann am Ende des Abends immer nur ein paar Reihen gestrickt habe. Da wird natürlich nicht so viel fertig. 

Schon vor 14 Tagen ist dieses sommerliche Oberteil fertig geworden. Schon ewig wollte ich einmal diesen Litauischen Zopf ausprobieren und was soll ich sagen? Ich werde es wieder tun, der ist ja super einfach und macht richtig was her, finde ich. 

Das Top habe ich aus einer uralten Baumwolle mit NS 3,5 mm gestrickt. Ganz optimal finde ich die Haptik der Wolle nicht (es ist ein wenig "hart"), aber so für obendrüber ist das schon in Ordnung.