Freitag, 20. März 2020

Kota Kinabalu in Sabah auf Borneo in Malaysia

Oder: Gerade noch rechtzeitig ... 

Wie neulich schon angedeutet, waren die Barons mal wieder auf Fernreisen. Und dieses Mal hatten wir mehr Glück als Verstand, denn zwei Wochen später hätte unsere Rückreise womöglich gar nicht mehr oder zumindest nicht mehr so unkompliziert stattfinden können.

Dieses Mal hatte es uns in eine uns noch unbekannte Ecke Malaysias verschlagen: Wir waren in der Provinz Sabah auf der Insel Borneo. Und dort wiederum waren wir irgendwo im Nirgendwo in einem zumindest früher mal sehr luxuriösen Hotel mit angeschlossenem Golfplatz. Nein, Golf spielen wir nicht, aber anzuschauen war dieser wunderschöne, riesige Platz dennoch. Schade, dass man da nur ganz früh morgens mal einen "halberlaubten" Spaziergang durch machen konnte, später waren dann fliegende Bälle unterwegs und denen sollte man nun nicht zu nahe kommen.

Weniger gut in Schuss war der Rest des Hotels. Als die auf etwa 20 ha ausgerichtete Anlage vor gut 20 Jahren gebaut wurde, war das garantiert mal ein 5-Sterne-Schuppen allerallererster Güte. Leider wurde in den vergangenen Jahren aus verschiedensten Gründen kaum noch etwas investiert, vieles war in die Jahre gekommen und an so mancher Stelle musste man einfach mal ein Auge zudrücken. Es war halt kein 5-Sterne-Hotel mehr. Aber: Überall sehr sauber, das Personal war unglaublich herzlich-freundlich und Essen und Trinken (zumindest alkoholfrei) relativ günstig und richtig gut. Das alles hat sehr, sehr vieles wieder wett gemacht.

Nachdem zum Zeitpunkt unserer Anreise bereits kaum noch Chinesen verreisen konnten, waren auch auf Borneo nur noch wenige unterwegs. Und da unser Hotel zu über 90 % von Asiaten, in der Hauptsache Chinesen und Koreanern, lebt, waren da kaum noch Touristen im Hause. Nach wenigen Tagen waren von den etwa 800-1000 Betten der riesengroßen Hotelanlage mit Bungalows und ganzen Häusern nur noch maximal 50 bis vielleicht am Wochenende dank Hochzeiten von Einheimischen mal kurzfristig 100 Betten belegt, fast ausschließlich von Europäern.

Für uns hatte das den einen oder anderen Nachteil, denn aufgrund der fehlenden Gäste wurden natürlich auch etliche Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten oder auch Restaurants eingestellt. Und da wir so weit weg von der restlichen Zivilisation waren, mussten wir dann eben auf die beiden restlichen Lokale – einmal der Grill (Pizza, Nudeln, Burger) und einmal der Chinese (geniales Essen!) – zurückgreifen. Oder doch mal rausfahren, aber dazu später mehr.

Wir hatten aber auch Vorteile: So göttliche Ruhe hatten wir nicht erwartet. Uns standen über 5 km herrlichster Strand fast allein zur Verfügung, denn in dieser Bucht gab es nur dieses eine Hotel. Beim Spaziergang am Strand ist man vielleicht mal ein, zwei anderen Gästen begegnet. Oder halt Krabben. Oder Kranichen. Oder auch mal Fischottern ... ja, tatsächlich, ich habe einmal eine ganze Gruppe Fischotter getroffen. Und ich weiß nicht, wer in dem Moment mehr erschrak – ich oder die Otter. Auch ansonsten habe ich mich häufiger mal am Gelände "herumgetrieben" und viele, viele Fotos gemacht. Auch von leider nicht so schönen Ecken des kleinen, abgeschiedenen Paradieses.

Auch am Pool war es häufig herrlich leer. Tagelang waren wir zu zweit an und in einem großen Pool, gelegentlich kamen mal zwei, drei andere Gäste dazu. Oder auch mal Makaken. Ja, da das Hotel am Rande des Dschungels lag, kamen da auch ab und an verschiedene Tiere vorbei. In erster Linie waren das jede Menge verschiedenster Vögel – Eisvögel, Bienenfresser und sogar Nashornvögel! –, gelegentlich aber eben auch Affen. Und die waren ganz schön gerissen: Touristen haben sie nur mal angeschaut, aber sobald jemand vom Personal, erkennbar an den einheitlichen Jackets, um die Ecke kam, sind sie geflitzt, so schnell konnte man kaum gucken. Regelmäßig sind uns auch Warane jeder Größe über den Weg gelaufen, äh nein, gehatscht, eilig hatten die es ja nun wirklich nicht. Am liebsten lagen sie eh am Rande der zahlreichen Teiche und kleinen Seen am Hotelgelände und ließen Touristen Touristen sein.

Nun ja, und da wir natürlich trotz aller Abgeschiedenheit die zu diesem Zeitpunkt gerade mal anlaufende Bedrohung durch das neue Virus mitbekommen haben, haben wir uns auch tatsächlich seit langem zum ersten Mal fast ausschließlich am Hotelgelände aufgehalten und auf Ausflüge gerade zu Märkten und in Städte verzichtet. Allerdings waren wir an zwei Abenden zusammen mit einem Finnen, den wir im Hotel kennengelernt hatten und der schon seit 20 Jahren ins Hotel kommt, in einem Einheimischenlokal. Ein sehr großes, sehr primitives, aber auch sehr sauberes (zumindest außerhalb der Toiletten ...) Restaurant mit angeschlossener Garnelenzucht und Landwirtschaft. Und dort gab es Meeresfrüchte. Nein, es gab die besten Meeresfrüchte, die ich je gegessen habe. Ganz echt jetzt! Davon abgesehen, dass die servierten Fische, Muscheln, Garnelen, Krabben oder auch Meeresschnecken frischer als frisch waren, gab es auch extrem leckeres Gemüse, fein gewürzte Soßen und geniale Nudeln dazu. Es war ein Traum!

Ok, empfindlich sein oder uns zuschauen durfte man jetzt beim Essen nicht, denn vieles wurde einfach mit den Händen erledigt, zur Not hätten wir auch die Füße nehmen dürfen. Das war jedenfalls das, was ich aus dem sprachlichen Kauderwelsch (es waren tatsächlich ein paar halbwegs englische Worte dazwischen!) des grinsenden Restaurantchefs chinesischer Abstammung heraushören konnte. Dieser kannte besagten Finnen schon seit Jahren, so dass wir quasi gleich mal zur Familie gehörten. Und so kam es, dass wir nichts bestellt haben, sondern einfach diverse Gerichte in die Mitte des Tisches gestellt bekamen und der Chef gleich mit Händen und Füßen mit uns gegessen hat. Und er hat mir eben kauderwelschigerweise vor allem bei unserem zweiten Besuch dann erklärt, wie was und wann und in welchem Stadium gefischt, geerntet oder gefangen wird, wie es weiterverarbeitet wird, wie er es kochen lässt, welche Gewürze wozu und welches Gemüse warum verwendet wird, was mit den Abfällen passiert, wie er einen Teil davon auch in seinen Obst- und Gemüseplantagen als Dünger oder Bodenverbesserer wiederverwendet ... hach, ich würde mit diesem cleveren Chinesen gerne mal zwei, drei Tage über seine Felder und Anwesen ziehen und mir alles erklären lassen. Zumal er auch noch extrem sympathisch und kommunikativ (mal von fehlenden Sprachkenntnissen abgesehen, aber wozu gibt es Hände und Füße?!) war.

Und so hatten wir einen unterm Strich trotz erster Enttäuschung ob des doch recht vernachlässigten Hotels doch einen traumhaft entspannten, ruhigen und erholsamen Urlaub in einem wahren Paradies, das sich uns dann spätestens auf den zweiten Blick aufgetan hat und aus dem ich am liebsten noch nicht so bald wieder abgereist wäre. Meist freue ich mich ja nach zwei Wochen schon wieder auf zuhause, aber zum Erstaunen des Herrn Baron rutschte mir dann doch mehrfach raus, dass ich dieses Mal gerne noch ein, zwei Wochen geblieben wäre. Und ich hoffe wirklich sehr, dass wir dorthin vielleicht im nächsten oder übernächsten Jahr noch einmal reisen können. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn es dieser Tage eher zum Verzweifeln ist (auch angesichts der vielen Deppen – sorry! –, die in unserer Umgebung dann doch so leben) ...

Passt alle auf euch auf und bleibt gesund!
































Dienstag, 3. März 2020

5/2020 • Hals und Ohren

Oder: Bikini Modell Kota Kinabalu ;0)

Wie auf den Fotos unschwer erkennbar ist, haben die Barons mal wieder eine Auszeit in tropischen Gefilden genommen. Und wie immer war natürlich auch ausreichend Wolle mit im Gepäck, was in diesem Fall sogar besonders gut war ... dazu aber zusammen mit den Urlaubsfotos dann später mehr.

Heute möchte ich vorab erst mal das Set aus Halsschlauch (Anleitung kostenlos auf ravelry) und Stirnband (frei Schnauze) zeigen. Gestrickt habe ich es aus einem Baumwoll-Bambusmischgarn zusammen mit einem Faden Lacegarn Merino von Centolavaggi, was dem Ganzen einen erheblich weicheren und gefälligeren Griff verleiht.

Da es sich zumindest beim Baumwollgarn um Spendenwolle handelt, wandert das Set natürlich wieder in den Sternstundenkoffer.







Montag, 3. Februar 2020

4/2020 • Stirnbänder & Mützen

Oder: Alles für den Kopf. 

So ein Krankenschein kann auch manchmal etwas Gutes haben. Eine ausgewachsene Erkältung hat mich ein paar Tage aus dem Verkehr gezogen, so dass ich eine Menge Zeit zum Stricken hatte. Und die habe ich natürlich genutzt, ausgiebig.

Fertig geworden ist eine Ration Stirnbänder (zwei davon waren so schnell vergeben, dass sie es gar nicht mehr auf die Fotos geschafft haben) sowie weitere Mützen in Signalfarben. Knallebunt, aber schön warm.

Und vielleicht spielt uns das Wetter bis zum Wochenende doch noch in die Karten und senkt die Temperaturen, denn dann könnten wir vielleicht beim Hobby- und Künstlermarkt in der Erdinger Stadthalle auch noch das eine oder andere wollene Teil verkaufen. Wir hoffen es jedenfalls sehr.







Mittwoch, 29. Januar 2020

3/2020 • Blätter-Passen-Top

Oder: Endlich fertig. 

Eigentlich hätte es ein schnelles Projekt für zwischendurch sein sollen, das Blätter-Schlabber-Top aus Baumwolle. Und eigentlich hätte ich das letzten Sommer schon tragen wollen. Tja, uneigentlich kamen dann die Schmerzen im Arm dazwischen und seitdem lag das Teil im Projektbeutel.

Jetzt habe ich mir das gute Stück wieder vorgenommen und in kürzester Zeit war das Top nach einer kostenlosen Anleitung dann auch fertig. Verarbeitet habe ich ein älteres Baumwollgarn mit Nadeln Stärke 3 mm.

Jetzt kann der Sommer kommen.






Samstag, 25. Januar 2020

2/2020 • Die Feuerwehr-Mütze

Oder: Mützenalarm!

Neulich habe ich ziemlich überraschend aus dem Bekanntenkreis eine größere Wollspende bekommen. In den Säcken waren eine Menge knallebunter Restkonen aus einer Firma, die für namhafte Sportmarken Mützen herstellt und die diese Reste gelegentlich spendet oder den Mitarbeitern günstig überlässt. Neben den Konen mit den Woll-"Resten" (teilweise waren die Reste gar nicht so klein!), enthielten die Tüten auch noch geschlagene 99 kunterbunte Bommeln aller Art. Die Mützenproduktion kann also starten.

Ok, ich werde nicht ab heute nur noch Mützen stricken, dafür warten noch viel zu schöne andere Garne auf Verarbeitung, zumal ich nicht so gerne mit so dicken Nadeln (NS 4 mm) arbeite, aber testen musste ich die Wolle doch gleich. So entstand nach einer kostenlosen Anleitung auf Ravelry die knallrote Mütze mit dem beigefarbenen Bommel. Eine weitere Mütze ist bereits angestrickt, mal sehen, ob das dann auch wieder 10 an der Zahl werden, eher nicht ...






Donnerstag, 9. Januar 2020

1/2020 • Knubbelchen-Bande

Oder: Nach den Sternstunden ist vor den Sternstunden ... 

Kaum ist das eine Jahr zu Ende, geht es im neuen auch schon wieder mit der Sternstunden-Aktion weiter. Bereits Anfang Februar werden wir beim Hobby-Künstlermarkt in Erding mit von der Partie sein ... da wir wie berichtet in einigen Bereichen gut ausverkauft sind, heißt es jetzt, in der Kürze der Zeit noch das eine oder andere Teil fertig zu machen, um das Sortiment wieder aufzufüllen.

Den Anfang habe ich mit Knubbelchen gemacht – mir war nach bunten Wollresten, dünnen Nadeln und kleineren Projekten, da kamen mir diese Püppchen gerade recht.

Weihnachten begonnen, habe ich inzwischen eine Bande von 10 Knubbelchen fertig gestellt. Die sollten wieder ein Weilchen reichen.







Montag, 16. Dezember 2019

12_2019 • Alpaka-Alarm!

Oder: Was Warmes auf die Ohren.

In den letzten Tagen hatte ich krankheitsbedingt mehr Zeit zum Stricken, als erwartet. Also habe ich mir verschiedene Knäuelchen aus der Spendenkiste gefischt und warme, kuschelig weiche Stirnbänder genadelt. Vor allem die grauen aus einer Alpaka-Seide-Kaschmir-Mischung sind ein Träumchen!



Freitag, 13. Dezember 2019

Heute ist Sternstundentag!

Oder: Die Saison war sensationell erfolgreich!

Wie jedes Jahr ist auch heute wieder am offiziellen Sternstundentag die Überweisung unserer diesjährigen Einnahmen zugunsten der Aktion Sternstunden vom Bayerischen Rundfunk rausgegangen. Und dieses Jahr haben wir wirklich so richtig gut Kasse gemacht.

Aber erst mal die Verkäufe in Zahlen:

  • rund 70 Paar Socken von Größe 22 bis 47, dazu etwa 20 Paar Babysocken
  • rund 30 Paar Babyschuhe
  • über 70 Paar Handstulpen
  • knapp 30 Stirnbänder und 15 Mützen
  • 10 Halsschläuche und Loops
  • 10 Schals
  • 45 Tücher jeder Art und Größe
  • rund 30 Püppchen und Kuscheltiere
  • rund 30 Schlüsselanhängersöckchen
  • 10 Einkaufsnetze

... und noch eine ganze Menge anderer Teile mehr wie beispielsweise Topflappen, Babyjäckchen oder auch Spülis haben dieses Jahr den Besitzer gewechselt. Sind die Zahlen nicht beeindruckend?

Ich finde schon, denn all diese Sachen mussten ja erst mal von vielen fleißigen Händen hergestellt werden. Und in meinen Vorratskoffern wartet ja auch noch eine ganze Menge Sachen darauf, im nächsten Jahr dann verkauft zu werden. Daher ist es jetzt auch wieder einmal höchste Zeit, danke zu sagen.

Danke, an alle, ...

  • ... die wieder sehr viel Zeit und Liebe investiert haben, um für unsere gemeinsame Aktion viele schöne Sachen zu nadeln
  • ... die mit teilweise auch sehr hochwertigen und umfangreichen Wollspenden unsere Arbeit unterstützt haben und natürlich noch weiter unterstützen, denn alle Knäuel sind noch nicht verarbeitet
  • ... die mir tatkräftig beim Verkaufen bei den verschiedenen Märkten zur Seite gestanden haben – ein besonderer Dank geht hier auch an mein "Stammteam" aus dem Raum Karlsruhe, das es sich nicht nehmen lässt, mehrmals im Jahr ein Wochenende nach Bayern zu fahren, um dann mit mir auf die diversen Märkte zu pilgern, was immer wieder enorm viel Spaß macht, aber auch enorm viel Kraft kostet
  • ... die uns durch vergünstigtes oder gar kostenloses zur Verfügung Stellen von Verkaufsständen und -tischen unterstützen – und um das auch einmal ganz deutlich zu sagen: Nur, weil wir "(fast) nichts" dafür zahlen, bedeutet das für keinen der Veranstalter, dass wir "irgendeinen" Platz bekommen. Nein, wir hatten dieses Jahr vor allem bei den Märkten in Karlsfeld und in Freising riesengroße und wirklich sehr, sehr gut positionierte Plätze. Auch das ist nicht selbstverständlich und wir wissen das sehr zu schätzen!
  • ... und nicht zuletzt die, die etwas bei uns gekauft haben und so die Kasse zum Klingeln gebracht haben.


So, und jetzt habe ich euch lange genug auf die Folter gespannt, denn viele interessiert natürlich eine ganz besondere Zahl. Überwiesen habe ich dieses Jahr die großartige Summe von

*Trommelwirrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrbel*

7000,- €

Na, was sagt ihr dazu? Für uns ist das ebenso Bestätigung für die Arbeit im vergangenen Jahr wie Motivation für eine Fortsetzung der Aktion im kommenden Jahr zugleich. Und wir würden uns natürlich wieder riesig freuen, wenn die eine oder andere von euch auch 2020 zu einem solchen Erfolg beitragen möchte, sei es in Form von Sachspenden, sei es in Form von Wollspenden (gerne auch Reste, momentan vor allem in gedeckten Farben wie grau und schwarz, aber natürlich auch alles andere nehmen wir gerne!) oder auch als Käufer unserer Sachen.

Jetzt wünsche ich allen meinen Lesern eine schöne Weihnachtszeit und hoffe auf ein gesundes und munter-aktives Wiedersehen und -lesen im nächsten Jahr! Bis bald!

Unser riesengroßer Stand im Lindenkeller in Freising ... nein, Getränke haben wir nicht verkauft ;O)

Fast schon unser "Stammplatz" im Bürgerhaus Karlsfeld in der Garderobe. 

Beim Weihnachtsmarkt in Ettlingen (Karlsruhe) haben wir die Stern-schnuppen-hütte ...

... kurzerhand zur Stern-stunden-hütte gemacht. Mit Erfolg!


Donnerstag, 21. November 2019

11_2019 • Sommerschlaf beendet.

Oder: Rot und warm.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Schwung FairAlpaka in DK-Stärke geschenkt bekommen, da ich ich diese Wolle wirklich sehr gerne einmal testen wollte. Voll Enthusiasmus fing ich an, eine Strickjacke zu nadeln. Der Körper war schnell fertig, die Blende mit den vielen Verzopfungen hat dann doch etwas länger gedauert. Tja, und dann kam mein dämlicher Arm dazwischen.

Die halbfertige Jacke lag jetzt über den Sommer daher an einem schön schattigen Plätzchen, im Fußhocker. Bei den derzeit sinkenden Temperaturen kam sie mir letztes Wochenende wieder in den Sinn und ich beschloss, die Jacke zur Weste zu machen, sprich, auf Ärmel zu verzichten. Ich glaube nämlich, dass sie mir als Jacke viel zu warm geworden wäre und ich sie ärmellos deutlich öfter tragen werde. Am Sonntag mussten somit nur noch diverse I-Cords angestrickt und Fäden vernäht werden. Und nun ist sie nach einem schönen Entspannungsbad trocken und einsatzfähig.

Verbraucht habe ich 631 g FairAlpaka, verarbeitet mit NS 3,5 mm.

Liebe Christine, noch einmal ganz herzlichen Dank für das tolle Garn – die Qualität hat mich wirklich überzeugt!